Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Rebekka beſchloſſen, ihr Möglichſtes zu thun, um einen Mann zu bekommen, der ihr ſogar nothwendiger war, als ihrer Freundin. Sie beſaß eine lebhafte Phantaſie; außer⸗ dem hatte ſie auch „Tauſend und eine Nacht,“ ſowie „Guthrie's Geographie“ geleſen, und es iſt eine That⸗ ſache, daß ſie, während ſie ſich zum Eſſen ankleidete und nachdem ſie Amalie gefragt hatte, ob ihr Bruder ſehr reich wäre, ſich ein prachtvolles Luftſchloß gebaut hatte, wovon ſie die Gebieterin war, mit einem Manne irgendwo im Hintergrunde (ſie hatte ihn noch nie geſehen, und ſeine Geſtalt konnte ſich ihr daher nicht ganz deutlich zeigen); ſie hatte ſich in eine unenvliche Menge von Shawls, Tur⸗ banen und mit Diamanten beſetzten Halsbändern geſteckt, und war unter den Tönen des Marſches aus dem Blau⸗ bart auf einen Elephanten geſtiegen, um dem Groß⸗Mogul einen Beſuch in aller Form abzuſtatten. Bezaubernde Alnaſchar⸗Viſion! Es iſt das glückliche Privilegium der

Jugend, euch in's Daſein zu rufen, und manches phanta⸗

ſiereiche, junge Geſchöpf, außer Rebekka Sharp,

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hat ſchon ſolchen entzückenden Träumereien bei hellem Tage

nachgehangen.

Joſeph Sedleh war um zwölf Jahre älter, als ſeine Schweſter Amalie. Er war im Civildienſte der oflindiſchen Compagnie, und ſein Name erſchien zu der Zeit, von der wir ſchreiben, unter der Abtheilung „Bengal“ im oſtindi⸗ ſchen Regiſter, als Steuereinnehmer von Boggley Wollah — ein ehrenvoller und einträglicher Poſten, wie männig⸗ lich bekannt. Will der verehrte Leſer wiſſen, zu welchen

höheren Poſten Joſeph im Dienſte aufſtieg, ſo verweiſen

wir ihn auf die bereits erwähnte Zeitſchrift.

Boggley Wollah liegt in einem ſchönen abgeſchiede⸗

nen, ſumpfigen Diſtrikte voll dicker Gebüſche, in Oſtindien

Jungles genannt; — ein Diſtrikt, berühmt wegen ſeiner

vielen Schnepfen und ſeiner Tiger. Ramgunge, wo ſich ein Friedensbeamter befindet, iſt nur vierzig Meilen ent⸗ fernt, und etwa dreißig Meilen weiter davon iſt eine Ca⸗