Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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Wenn Miß Rebbekka Sharp in ihrem Herzen be⸗ ſchloſſen hatte, die Eroberung dieſes dicken Zierbengels zu machen, ſo glaube ich nicht, meine Damen, daß wir ein Recht haben, ſie zu tadelnz denn obgleich die Arbeit, auf die Männerjagd auszugehen, im Allgemeinen und mit ge⸗ ziemender Sittſamkeit von jungen Perſonen ihren Mamas überlaſſen wird, ſo müſſen wir doch uns erinnern, daß Miß Sharp keine gute Mutter hatte, um dieſe delikaten Dinge für ſie in Ordnung zu bringen, und daß, wenn es ihr nicht gelang, ſich ſelbſt einen Mann zu verſchaffen, Niemand in der ganzen, weiten Welt war, der dieſe Mühe über ſich nahm. Was Anderes iſt die Urſache, daß junge Mädchen ſich in Geſellſchaften zeigen, als der edle Ehr⸗ geiz, einen Mann zu finden? Was führt ſie zu Hunderten in die Bäder? Was iſt Schuld, daß ſie eine ganze, ſter⸗ benslange Saiſon bis Morgens um fünf Uhr forttanzen? Was Anderes macht, daß ſie ſich an Sonaten für das Pianoforte abarbeiten, und daß ſie von einem faſhionablen Lehrer vier Lieder, die Lektion zu einer Guinee, lernen, daß ſie auf der Harfe ſpielen, wenn ſie ſchoͤne Arme und hübſche Elbogen haben, und daß ſie grüne Lincolner Toropholit⸗Hüte und Federn tragen, als weil ſie mit die⸗ ſen ihren tödtlichen Geſchoßen irgend einen „wünſchens⸗ werthen“ jungen Mann zu erlegen trachten? Was iſt die Urſache, daß reſpektable Eltern ihre Teppiche entfernen und ihre Zimmer zum Tanze einrichten; in ihren Häuſern das Unterſte zu Oberſt kehren, und ein Fünftel ihres Jahres⸗ einkommens für Ball⸗Soupers und im Eiſe abgekühlten Champagner ausgeben 2 Iſt es bloß Liebe zu ihres Glei⸗ chen und ein reines Verlangen, junge Leute glücklich und tanzen zu ſehen? Bah! Sie wollen ihre Töchter ver⸗ heirathen; und wie die ehrliche Mrs. Sedley in der Tiefe ihres wohlwollenden Herzens bereits über ein Dutzend klei⸗ ner Pläne zur Verſorgung ihrer Amalie gemacht hatte, ebenſo hatte auch unſere geliebte, aber nicht protegirte

Der Jahrmarkt des Lebens. 3