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Mein armer Papa konnte mir Nichts geben, und ich be⸗ ſaß in der ganzen Welt Nichts, als zwei Rocke! Und welches Glück iſt es dann noch, einen Bruder, einen theu⸗ ren Bruder zu haben! O, wie mußt Du ihn lieben!“ Amalie lachte.
„Wie? Du liebſt ihn nicht? Du, die Du ſagſt, Du liebeſt Jedermann?“
„Ja natürlich, ich liebe ihn, nur —“
„Nur was?“
„Nur ſcheint Joſeph ſich nicht viel darum zu küm⸗ mern, ob ich ihn liebe vder nicht. Er gab mirzwei Finger zum Drücken, als er nach einer Abweſenheit von zehn Jah⸗ ren wieder ankam! Er iſt freundlich und gut, aber er ſpricht ſelten mit mir; ich glaube, er liebt ſeine Pfeife weit mehr, als ſeine“ ****.
Aber hier hielt Amalie plötzlich inne, denn warum ſollte ſie von ihrem Bruder Uebles reden? „Er war gegen mich recht freundlich, als ich noch ein Kind war,“ ſetzte ſie hinzu; „ich war nur fünf Jahre alt, als er wegging.“
„Iß er nicht ſehr reich?“ ſagte Rebekka. „Man ſagt, alle indiſchen Nabobs ſeien ungeheuer reich.“
„Ich glaube, er hat ein ſehr ſchönes Einkommen.“
„Und iſt Deine Schwägerin eine nette, artige Frau?“
„Ei, ei, Joſeph iſt nicht verheirathet,“ ſagte Amalie, abermals lachend.
Vielleicht hatte ſie es Rebekka bereits einmal geſagt, aber dieſe junge Dame ſchien es wieder vergeſſen zu haben; in der That betheuerte ſie wiederholt, daß ſie erwartet habe, eine Anzahl Neffen und Nichten von Amalien anzu⸗ treffen. Es thue ihr wirklich leid, daß Herr Sedley nicht verheirathet ſei; ſie ſei überzeugt, daß Amalie ihr geſagt, daß er eine Frau habe, und ſie ſei in kleine Kinder ſo närriſch verliebt.
„Ich denke aber doch, Du ſollteſt in Chiswick genug daran bekommen haben,“ ſagte Amalie, etwas verwundert


