Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1850)
Entstehung
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ſie nach der Abendgeſellſchaft zu Fuß mit einander nach Hauſe gingen (es war bei Gelegenheit der mit dem Eramen verbundenen Reden, wo alle Profeſſoren eingela⸗ den wurden), und wie würde Miß Pinkerton in Wuth gerathen ſein, wenn ſie ihre eigene Carrikatur geſehen hätte, welche die kleine Schauſpielerin Rebckka aus ihrer Puppe zu machen gewußt hatte! Sie pflegte mit ihr zu ſprechen, und dieſe Dialoge entzückten Newman⸗Street, Gerard⸗Street und das ganze Künſtlerviertel. Wenn die jungen Maler kamen, um mit ihrem trägen, liederlichen, geſchickten, jovialen Senior ihren Grog zu trinken, ſo pflegten ſie ſtets Rebekka zu fragen, ob Miß Pinkerton zu Hauſe ſei: ſie war ihnen ſo gut bekannt, die arme Seele! wie Herr Lawrence oder Präſident Weſt. Einſt hatte ſie die Ehre, einige Tage in Chiswick zuzubringen; da brachte ſie Jemima mit zurück, und gab einer andern Puppe den Namen Miß Jemmyz denn obgleich dieſes ehrliche Geſchöpf ihr ſo viel Gelee und Kuchen, daß drei Kinder daran genug gehabt hätten, und ſogar beim Weg⸗ gehen noch ein Siebenſhillingſtück gegeben hatte, ſo war doch der Sinn für das Lächerliche bei dem Mädchen weit ſtärker, als der der Dankbarkeit, und ſie opferte Miß Jemmh ebenſo unbarmherzig, wie ihre Schweſter.

Die Kataſtrophe kam, und ſie wurde nach der Mall als ihrer Heimath gebracht. Das ſtrenge und formale Weſen der Anſtalt erdrückte ſie: die Gebete und die Mahl⸗ zeiten, die Unterrichtsſtunden und die Spaziergänge, die mit einer wahrhaft klöſterlichen Regelmäßigkeit angeordnet waren, laſteten auf ihr mit einem faſt unausſtehlichen Drucke, und ſie blickte auf die Freiheit des alten Ateliers in Soho mit ſo viel Bedauern zurück, daß Jeder, ſie ſelbſt mit inbegriffen, dachte, der Schmerz und die Trauer um ihren Vater verzehre ſie. Sie hatte ein kleines Zim⸗ merchen unter dem Dache, wo die Dienſtmädchen ſie bei Nacht ſchluchzen und auf und abgehen hörten; allein das geſchah aus Wuth, und nicht aus Kummer. Sie hatte