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ſcheiden und artig, wie Miß Amalie Sedley, ſein, — jede Gelegenheit, Rebekka's Hartherzigkeit und üble Laune zu beſiegen, ergreifen, und durch tauſend gute Worte und Dienſte wenigſtens ein Mal ihre Feindſeligkeit gegen ihr Geſchlecht überwinden würde.
Miß Sharp's Vater war ein Künſtler, und hatte in dieſer Eigenſchaft in Miß Pinkerton's Schule Unterricht im Zeichnen gegeben. Er war ein geſchickter Mann, ein angenehmer Geſellſchafter, in ſeiner Kunſt ſorglos, und mit einer großen Neigung zum Schuldenmachen und zum Wirthshausleben begabt. Wenn er betrunken war, pflegte er ſeine Frau und ſeine Tochter zu ſchlagen, und am nächſten Morgen in ſeinem Katzenjammer auf die Welt zu ſchimpfen, weil ſie ſein Genie vernachläßige, — und mit vielem Glücke, bisweilen auch mit ganz gutem Grunde die Narren, ſeine Collegen, die Maler, zu ſchmähen. Da er die größte Noth hatte, ſich durchzubringen, und da er eine Meile um Soho herum, wo er wohnte, Schulden hatte, ſo glaubte er, ſeine Umſtände zu verbeſſern, wenn er eine junge Franzöſin, ihres Gewerbes eine untergeord⸗ nete Operntänzerin, heirathete. Miß Sharp ſpielte nie auf den beſcheidenen Beruf ihrer Mutter an, ſondern pflegte in ſpäteren Jahren zu ſagen, die Entrechats ſeien eine adelige Familie aus der Gascogne, und war nicht wenig ſtolz auf ihre Abkunft von ihnen. Und ſeltſam genug iſt es, daß mit dem Glücke dieſer jungen Dame in der Welt ſtets auch ihre Eltern und Voreltern an Rang und Glanz zunahmen.
Rebekka's Mutter hatte auf irgend eine Weiſe einige Erziehung erhalten, und ihre Tochter ſprach das Fran⸗ zöſiſche rein und wie eine Pariſerin. Dieß war in jenen Tagen etwas ziemlich Seltenes, und brachte ſie in das Haus der rechtgläubigen Miß Pinkerton. Denn als, nach dem Tode ihrer Mutter, ihr Vater es für unwahrſchein⸗ lich hielt, daß er von dem dritten Anfalle des Delirium tremens, wovon er heimgeſucht worden, wieder aufkom⸗


