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Und wenn wir die Wahrheit ſagen ſollen, ſo war ſie allerdings kein ſolcher.
Denn es mag im Laufe dieſer kleinen Unterhaltung, welche Statt hatte, während die Kutſche am Ufer des Fluſſes träge dahin rollte, bemerkt werden, daß, obgleich Miß Rebekka Sharp zwei Mal Urſache gehabt hat, dem Himmel zu danken, es erſtens deßhalb war, weil er ſie von einer Perſon befreite, die ſie haßte, und zweitens, weil er ſie in den Stand ſetzte, ihre Feinde einigermaßen in Verlegenheit oder Verwirrung zu bringen; keine ſonder⸗ lichen Beweggründe zu religiöſer Dankbarkeit, — oder keine Beweggründe von der Art, wie Perſonen von gutmüthigem und verſöhnlichem Charakter ſie vorbringen möchten. Miß Rebekka war alſo nicht im Mindeſten verſöhnlich oder gut⸗ müthig. Die ganze Welt mißhandelte ſie, wenn man dieſer jungen Miſanthropin (oder Miſogynin, denn mit der Männerwelt kann ſie doch noch nicht ſehr vertraut ſein) Glauben ſchenken wollte, und wir können ſo ziemlich gewiß ſein, daß die Perſonen beiderlei Geſchlechts, die Jedermann ſchlecht behandelt, die Behandlung, die ihnen zu Theil wird, in allen Stücken verdienen. Die Welt iſt ein Spiegel, aus dem Jedem ſein eigenes Geſicht entgegen⸗ blickt. Wirf einen mürriſchen Blick hinein, und es wird Dir ein finſteres Geſicht erſcheinen: lache ſie an, und lache mit ihr, und ſie iſt Dir ein luſtiger, gutmüthiger Gefährte; und ſo moͤgen denn alle jungen Leute ſich darnach richten. So viel iſt gewiß, daß, wenn die Welt Miß Sharp ver⸗ nachläßigte, von dieſer auch nicht bekannt war, daß ſie irgend Jemand Gutes gethan; auch ſtand nicht zu er⸗ warten, daß 24 junge Damen alle ebenſo liebenswürdig ſein würden, wie die Heldin dieſes Buches, Miß Sedley, (die wir aus dem Grunde ausgewählt haben, weil ſie die gutmüthigſte von allen war; denn was hätte uns ſonſt auch verhindern können, Miß Swartz, oder Miß Crump, oder Miß Hopkins anftatt ihrer zur Heldin zu machen 2) — es ſtand nicht zu erwarten, ſagen wir, daß eine Jede ſo be⸗


