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„Mall, Chiswick, 15. Juni 18 —.
„Madam, — Nach ihrem ſechsjährigen Aufenthalte in der Mall habe ich die Ehre und das Vergnügen, Miß Amalie Sedley ihren Eltern als eine junge Dame zurück⸗ zugeben, die nicht unwürdig iſt, in ihrem feinen und ge⸗ bildeten Zirkel eine paſſende Stellung einzunehmen. Sie werden finden, daß jene Tugenden, welche eine junge eng⸗ liſche Dame von guter Erziehung charakteriſiren, daß jene Talente und Fertigkeiten, die ſich für ihre Geburt und ihren Stand ſchicken, der liebenswürdigen Miß Sedley nicht mangeln, deren Fleiß und Gehorſam ſie ihren Lehrerinnen lieb und werth gemacht, und deren zum Ent⸗ zucken ſanftes Temperament ihre älteren und jugend⸗ lichen Gefährtinnen bezaubert hat.
„Sie werden finden, daß ſie in der Mufik, im Tan⸗ zen, in der Orthographie, in allen Arten von Stickereien und Nadelarbeiten die ſehnſüchtigſten Wünſche ihrer Freunde und Freundinnen verwirklicht hat. In der Geo⸗ graphie bleibt noch Manches zu wünſchen übrig, und eine ſorgfältige und unabläßige Anwendung des Rückenbrettes, während täglicher vier Stunden in den nächſten drei Jah⸗ ren, wird als zur Erlangung jener würdevollen Haltung nöthig anempfohlen, die jeder jungen, faſhionablen Dame ſo unentbehrlich iſt.
„In den Grundſätzen der Religion und Sittlichfeit wird Miß Sevley als einer Anſtalt würdig erfunden wer⸗ den, die durch die Gegenwart des großen Lerikogra⸗ phen und die Gönnerſchaft der bewunderungswürdigen Mrs. Chapone beehrt worden iſt. Bei ihrem Scheiden aus der Mall nimmt Miß Amalie die Herzen ihrer Ge⸗ fährtinnen und die liebevolle Achtung ihrer Lehrerin mit ſich, welche die Ehre hat, zu zeichnen,
„Madam, „Ihre gehorſamſt ergebene Dienerin,
„Barbara Pinkerton.“


