Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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einſchlief, und nicht eher erwachte, als gegen Abend, wo der Wagen in Alton anlangte.

In dem Augenblicke, wo wir nach dem Gaſthauſe zur „Glocke“ hinfuhren; kam eine mit einer Biſchofs⸗ mütze verzierte Kutſche heran. Auf derſelben erblickten wir neben dem Kutſcher unſern alten Freund Lockwood. My Lady Caſtlewvod und der Biſchof ſaßen drinnen; und die Dame ſtieß einen kleinen Schrei aus, als ſie uns erblickte.

Die beiden Kutſchen fuhren faſt zu gleicher Zeit zum Thore des Gaſthauſes hinein. Der Wirth und ſeine Leute kamen mit Lichtern heraus, um die Gäſte zu bewillkommen.

Wir ſprangen aus der Kutſche, ſobald wir die theure Lady und, vor Allem, den Doctor in ſeinem Prieſterrocke erblickten.

„Was Neues? Iſt es noch Zeit? Lebt die Königin noch?“ Dieſe Fragen wurden in aller Eile geſtellt, während Boniface vor ſeinen vornehmen Gäſten ſtand, des Augenblicks harrend, wo er ſie unter unzähligen Bücklingen würde die Treppe hinaufbringen können.

Iſt ihr Nichts geſchehen?“ flüſterte Lady Caſtle⸗ wood tiefbewegt Esmond zu.

„Alles gut, Gott ſei gedankt!“ ſagt er, während die zärtliche Dame ſeine Hand ergriff und dieſelbe küßte, und ihn ihren Schutzengel und ihren lieben Freund nannte. Sie dachte jetzt nicht an Königinnen und Kronen.

Die Rachrichten, die uns der Biſchof gegeben hatte, beruhigten uns wieder ein wenig: es war wenigſtens noch nicht Alles verloren; es athmete oder lebte noch die Königin, als ſie, vor ſechs Stunden, London ver⸗ laſſen hatten. (— „Es war Lady Caſtlewvod, die durchaus fortwollte,“ ſagte der Doctor; —) Argyle habe Regimenter von Portsmouth heraufmarſchiren laſſen, und noch an weitere den Befehl abgeſchickt, auf die