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angenehmer Weiſe geweckt. Ja, my Lords, denn das iſt fürwahr ein glücklicher Tag, der einen Prinzen, wie viel es auch ſeiner Eitelkeit koſten mag, ein ſo edles Herz kennen lehrt, wie das des Marquis von Es⸗ mond iſt.
„Mademviſelle, dürfen wir in Ihrem Wagen nach der Stadt fahren? Ich ſah denſelben in dem Schuppen, und der arme Marquis muß vor Schlaf faſt um⸗ ſinken.“
„Gefüllt es vielleicht dem Könige, vor ſeiner Ab⸗ reiſe noch zu frühſtücken?“ das war Alles, was Beatrix zu ſagen vermochte.
Die Roſen waren von ihren Wangen weggeſchleu⸗ dert; ihre Augen glitzerten; ſie ſah ganz alt aus. Sie ſodann auf Esmond zu, und hißte ein Paar Worte
ervor.
„Wenn ich ſchon vorher Dich nicht geliebt habe, Vetter,“ ſagte ſie, „ſo kannſt Du Dir wohl denken, wie ich Dich jetzt liebe.“
Könnten Worte erdolchen, ſo würde ſie ohne Zweifel Esmond umgebracht haben; ſie ſah ihn wenig⸗ ſtens ſo an, wie wenn ſie es könnte.
Aber ihre ſcharfen Worte verwundeten Mr. Es⸗ mond nicht; ſein Herz war allzu hart. Und während er ſie anſchaute, verwunderte er ſich, wie er ſie je habe lieben können. Seine zehnjährige Liebe war vorbei: es fiel dieſelbe todt nieder an dem Platze in der Ken⸗ ſingtoner Taverne, wo Frank ihm die Note überbrachte, die in Eikon basilike gelegen hatte.
Der Prinz erröthete und verbeugte ſich tief, wäh⸗ rend ſie ihn anſchaute, und verließ das Zimmer. Von dem Tage an habe ich ſie nie mehr geſehen.
Es wurden Pferde herbeigeholt und alsbald an den Wagen geſpannt. My Lord ſetzte ſich außen auf den Wagen, und was Esmond betrifft, ſo war er ſo ermüdet, daß er kaum in der Kutſche ſaß, als er ſchon


