Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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mond's Hand drückend. „Marquis oder nicht, aber ich ſtehe, bei Gott, jeden Augenblick zu ihm. Ich bitte Ew. Majeſtät um Verzeihung, daß ich ſchwöre, das heißt, — das heißt, — der Kurfürſt von Hannover iſt nun mein Mann. Es iſt ganz allein die Schuld Eurer Majeſtät. Aller Wahrſcheinlichkeit nach iſt die Königin um dieſe Zeit todt. Sie aber, Sie hätten König ſein können, wenn Sie es nicht vorgezogen hät⸗ ten, mit Trix zu liebeln, und ihr nachzulaufen.“

„Auf ſolche Weiſe eine Krone zu verlieren,“ ſpricht der junge Prinz auffahrend, und in ſeiner haſtigen Weiſe franzöſiſch ſprechend; das anmuthigſte Frauen⸗ zimmer auf der Welt zu verlieren; die Loyalität ſolcher Herzen, wie die Ihrigen ſind, zu verlieren, — iſt dieß nicht der Demüthigung genug, my Lords?

„Marquis, werden Sie mir verzeihen, wenn ich auf die Knie niederfalle?

„Doch nein, das kann nicht ſein; aber ich kann Ihnen Satisfactivn geben, — die Satisfaction, die unter Gentlemen üblich iſt. Erweiſen Sie mir die Gunſt, und kreuzen Sie Ihren Degen mit dem meini⸗ gen; doch ich ſehe, der Ihrige iſt zerbrochen; — aber in jenem Schranke erblicke ich zwei andere.“

Und der Prinz zog dieſelben mit der Haſt eines Jünglings heraus, und hielt ſie Esmond hin.

„Ah! Sie wollen? Merey, Monsieur, merey!“ ſetzte der Prinz hinzu.

Ueber die Maßen gerührt von dieſem unendlichen Beweiſe von Herablaſſung und Reue wegen zugefügten Unrechts, bückte ſich Obriſt Esmond ſo tief, daß er faſt die gnädige, junge Hand küßte, die ihm ſolche Ehre und ſetzte ſich, ohne ein Wort zu ſagen, in's

ager.

Und nicht ſo bald hatten ſich die beiden Degen berührt, als Caſtlewvod den Esmond's mit der Klinge des ſeinigen, den er dicht am Gefäße abgebrochen, in