Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

486 und nun kannſt Du ſehen, was ich damit thue. Hie⸗ mit mögen Taufe und Heirath, und hiemit möge das Marquiſat und das königliche Handzeichen hinfahren, womit Ihr Vorfahr unſer Geſchlecht zu beehren geruht hatte.“

Und während Esmond dieß ſprach, ließ er die Papiere in der Kohlenpfanne auflodern.

Dann fuhr er alſo fort:

„Sie werden geruhen, ſich zu erinnern, Sir, daß unſere Familie ſich durch die gegen die Ihrige bewie⸗ ſene Treue zu Grunde gerichtet; — daß mein Groß⸗ vater ſein Vermögen für Ihre Familie hingegeben, und ſein Blut und ſeinen Sohn in Eurem Dienſte geopfert hat; — daß der Großvater meines theuren Lords (— denn Lord biſt Du nun, Frank: es kann Dir Nie⸗ mand mehr Dein Recht und Deinen Titel ſtreitig ma⸗ chen —) für dieſelbe Sache geſtorben iſt; — daß meine arme Verwandtin, die zweite Frau meines Vaters, nachdem ſie ihre Ehre an Ihr laſterhaftes, meineidiges Geſchlecht hingegeben, allen ihren Reichthum dem König zugeſandt, und dafür jenen werthvollen, nun in Aſche liegenden Titel, ſowie dieſe unſchätzbare Elle blauen Bandes bekommen hat. Dieſes werfe ich Ihnen vor die Füße, und trete darauf: ich ziehe dieſen Degen, und zerbreche ihn, und ſage mich von Ihnen los; und hätten Sie das Unrecht, das Sie uns zufügen wollten, vollends verübt, ſo hätte ich Ihnen denſelben, beim Himmel, durch das Herz gejagt, und ich würde Ihnen dann ebenſo wenig verziehen haben, als Ihr Vater einſt Monmouth verzieh. Frank, Du wirſt ein Glei⸗ ches thun: nicht wahr, Vetter?“

Frank, der wie betäubt die Papiere angeſchaut hatte, während dieſelben in der alten Kohlenpfanne aufflammten, riß ſeinen Degen heraus, und zerbrach ihn geſenkten Hauptes.

„Ich halte es mit meinem Vetter,“ ſagt er, Es⸗