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Wir unterſuchten die Thüre, und es war dieſelbe von innen geſchloſſen, wie der Lakai geſagt
atte.
„Vielleicht iſt ſie aber offen geweſen und ſpäter geſchloſſen worden,“ ſagt der arme Esmond. „Ließ ja doch die Gründerin unſerer Familie unſern Ahn⸗ herrn auf ſolche Weiſe hinein.“
„Was wirſt Du thun, Harry, wenn — wenn das, nu der Kerl ſagt, ſich als unwahr herausſtellen ollte?“
Der junge Mann ſchaute ganz verſcheucht und er⸗ ſchrocken ſeinem Vetter in's Geſicht; und dieſes hatte wohl keinen ſehr angenehmen Ausdruck.
„Vor allen Dingen wollen wir ſehen, wie die bei⸗ den Geſchichten zu einander ſtimmen,“ ſpricht Esmond.
Und dann trat er in den Gang und öffnete die Thüre, die in das Zimmer führte, das nun faſt ſeit fünfundzwanzig Jahren das ſeinige geweſen war.
Es brannte noch ein Licht darin, und es lag der Prinz ſchlafend auf dem Bette: — Esmond wollte kein Geräuſch machen.
Da fuhr der Prinz, als er zwei Männer in ſeinem Zimmer erblickte, plötzlich in ſeinem Bette auf und ſprach, ein Piſtol unter ſeinem Kopfkiſſen hervor⸗ ziehend:
„Oui est là?“
„Es iſt der Marquis von Esmond,“ antwortet der Obriſt, „und es iſt derſelbe hierher gekommen, um Seine Majeſtät auf Schloß Caſtlewvod willkom⸗ men zu heißen, und über das, was unterdeſſen zu Lon⸗
don vorgefallen, Bericht zu erſtatten.
„Dem Befehle des Königs zufolge habe ich, nach⸗ dem ich Seine Majeſtät verlaſſen, die vorletzte Nacht dazu angewandt, daß ich die Freunde des Königs auf⸗ geſucht. Es iſt jammerſchade, daß der Wunſch Seiner Najeſtät, das Land zu ſehen, und unſer armes Haus


