Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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habe nicht gewollt, ſondern habe ihn abermals ausge⸗ lacht und das Fenſter zugemacht; und ſo ſei denn my

Lord, allem Anſchein nach Flüche ausſtoßend, — es

ſeien dieſelben aber in einer fremden Sprache geſpro⸗ chen worden, — nach dem Zimmer des Kaplans ge⸗ gangen, um ſich dort zu Bette zu begeben.“

„Und war dieß Alles?“

„Alles,“ ſchwor der Mann bei ſeiner Ehre, „Alles, ſo wahr er ſelig zu werden hoffe.“ Dann ſetzte der Bediente plötzlich hinzu „Doch halt! Es war noch Etwas. My Lord hat bei ſeiner Ankunft, ſowie auch während des Abend⸗ eſſens ſeine Schweſter ein Paar Mal geküßt, wie es ja

auch ganz natürlich war; und ſie hat ihn wieder

eküßt.“

Bei dieſen Worten knirſchte Esmond vor Wuth mit den Zähnen, und hätte den erſtaunten Schelm, der dieß geſprochen, beinahe erwürgt, während Caſtlewvod, der dieß Mal ſeinem Vetter die Hand hielt, in ein ge⸗ waltiges krampfhaftes Gelächter ausbrach.

„Ah, es amüſirt Dich,“ ſagt Esmond in franzö⸗ ſiſcher Sprache, „daß Beine Schweſter mit einem Fremdlinge Küſſe austauſcht: ich befürchte gar ſehr, die arme Beatrix wird Dir noch manche ſolche Freude bereiten.“

Esmond ſann düſter darüber nach, wie Hamilton und Aſhburnham ſchon vorher Herren der Roſen ge⸗ weſen, an denen ſich jetzt die Lippen der jungen Prin⸗ zen erluſtigten. Und bei dieſem Gedanken wurde es ihm wehe um's Herz. Ihre Wange war entweiht, ihre Schönheit befleckt. Schande und Ehre ſtanden zwiſchen derſelben und ihm. Die Liebe war in ihm erſtorben; und hätte ſie ihm auch mit ihrer Liebe eine Krone bringen können, ſo hätte er doch gefühlt, daß beide ihn

erniedrigten. Aber dieſe Wuth gegen Beatrix verminderte in