Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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„Ich habe Ihren Gaſt beſänftigt,“ ſagt er, zu den beiden Gentlemen und der Wittwe tretend, welcher Letz⸗ teren man von dem Wortwechſel, der in vergangener Nacht ſtattgefunden, Einiges mitgetheilt hatte. — Nach der Verſion, die wir ihr gaben, hatte der Prinzs ſich bloß zornig gezeigt, weil wir in ſeine Abſichten in Be⸗ treff Beatrixens Zweifel ſetzten, und die Abſicht zu er⸗ kennen gegeben, daß er uns verlaſſen wollte, weil wir ſeine Ehre in Frage ſtellten. —) „Aber es will mich, nach Erwägung aller Umſtände, bedünken, daß es wohl am Beſten wäre, wenn er dieſes Haus verließe; und dann, my Lady Caſtlewvod,“ endigte der Biſchof, „kann meine hübſche Beatrix nach demſelben zurückkehren.“

„Sie iſt auf Schloß Caſtlewood eben ſo gut auf⸗ gehoben, bis Alles vorüber iſt,“ antwortete Esmond's Gebieterin.

„Sie ſollen Ihren Titel bekommen, Esmond: ich verſpreche Ihnen das,“ ſagt der gute Biſchof, ſich ſchon wie ein Premier⸗Miniſter gebahrend. „Der Prinz hat ſich über den kleinen Wortwechſel von vergangener Nacht in überaus edler Weiſe ausgeſprochen, und ich verſichere Sie, daß er auf meine Predigt eben ſo gut, wie auf die anderer Leute gehört hat,“ fährt der Doctor ſchlan fort; „er hat jede große und edle Eigenſchaft: vielleicht verbindet er damit eine kleine Schwachheit für das ſchöne Geſchlecht, — eine Schwachheit, die nun einmal in ſeiner Familie erblich iſt, und die man an vielen hundert volksthümlichen Souveränen von König David's Zeiten an bemerkt hat.“

„My Lord, my Lord!“ ruft Lady Esmond aus, „die Leichtfertigkeit, womit Sie von ſolchem Betragen gegenüber von unſerem Geſchlechte ſprechen, thut mir im Herzen weh, und was Sie Schwachheit heißen, nenne ich eine beklagenswerthe Sünde.“

„Eine Sünde iſt es allerdings, meine theuerſte Dame,“ ſagt der Biſchof achſelzuckend, und eine Priſe