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nehmend; „aber erwägen Sie, was für ein Sünder König Salomo war, und zwar trotzdem, daß er nicht weniger als tanſend Frauen hatte.“
„Genng, genug, my Lord!“ ſpricht Lady Caſtle⸗ wood, und es färbte ſich dabei ihre Wange mit dem feinſten Roth. Und dann ſchritt ſie in überaus ſtolzer Weiſe zur Thüre hinaus.
Es ſtand nicht lange an, ſo trat der Prinz her⸗ ein. Auf ſeinem Geſichte lag ein Lächeln, und wenn er am vergangenen Abende böſe auf uns geweſen war, ſo zeigte ſich jetzt bei ihm keine Spur mehr da⸗ von. Er bot jedem der beiden Gentlemen mit vieler Artigkeit eine Hand hin, und ſagte:
„Wenn alle Eure Biſchöfe ſo gut predigen, wie Doctor Atterbury, Gentlemen, ſo weiß ich wahrlich nicht, was noch aus mir werden wird. Ich habe in vergangener Nacht ſehr übereilt geſprochen, my Lords, und bitte Sie Beide um Verzeihung.“
„Aber,“ fuhr er fort, „ich darf nicht länger hier bleiben, da ich guten Freunden Verdacht einflöße, und Schuld bin, daß hübſche Mädchen ihr elterliches Haus fliehen. Der Herr Biſchof hat einen ſichern Ort für mich gefunden, — nicht weit von hier in dem Hauſe eines Unterpfarrers, dem der Biſchof trauen darf, und deſſen Frau ſo häßlich iſt, daß ſie über alle Gefahr hinaus iſt; wir wollen daher dieſes neue Quartier be⸗ ziehen, und ich verlaſſe Sie, indem ich Ihnen für die hundert Gefälligkeiten danke, die mir hier erwieſen worden. Doch wo iſt meine Wirthin, damit ich mich bei ihr beabſchiede? Bald hoffe ich ſie in meinem eigenen Hauſe empfangen zu können, in einem Hauſe, wo meine Freunde keinerlei Urſache haben ſollen, mit mir zu hadern.“
Lady Caſtlewvod trat nach einer Weile ein: ſie erröthete mit vieler Grazie, und es füllten Thränen ihre Angen, als der Prinz ſie gnädigſt küßte. Sie ſah


