Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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„Wohl um die zehn Uhr: ne ſternenhelle Nacht!“ ſprach Esmond mit leiſer Stimme zu dem Prinzen:

„Ew. Königliche Hoheit hört wohl den Mann?“

„Après? Monsieur!“ ſagt der Prinz.

„Ich brauche ihm bloß von dieſem Fenſter aus zu winken, und ihn fünfzig Schritte weit fortzuſchicken, ſo kommt er mit einer gehörigen Bedeckung zurück, und ſo kaun ich ihm die Perſon überantworten, die ſich Jakob, der Dritte, nennt, und für deren Beifahung das Parlament eine Belohnung von fünftanſend Pfund Sterling ausgeſetzt hat, wie Ew. Königliche Hoheit auf unſerem Ritt von Rocheſter her geſehen.

Ich brauche bloß das Wort zu ſagen, und bei dem Himmel, dem ich mein Leben verdanke, ich würde keinen Augenblick anſtehen, es auszuſprechen, wenn ich dächte, der Prinz würde, um ſeiner Ehre willen, nicht ablaſſen, die unſrige zu verletzen. Aber der erſte Gentle⸗ man von England kennt ſeine Pflicht zu gut, um ſich dem Geringſten gegenüber zu vergeſſen, oder um ſeine Krone um einer That willen zu gefährden, die ſchänd⸗ lich wäre, wenn ſie verübt würde.“

„Hat Ew. Lordſchaft Etwas zu ſagen,“ ſagt der Prinz, zu Frank Caſtlewvod gewandt und vor Zorn leichenblaß; „irgend eine Drohung oder eine Beleidi⸗ gung, womit Sie dieſe angenehme Abendunterhaltung gerne beendigten?“

„Ich richte mich ganz nach dem Hanpte unſeres Hauſes,“ ſpricht Caſtlewvod, ſich feierlich verbeugend. „Um welche Zeit ſollen wir morgen dem Prinzen un⸗ ſere Aufwartung machen?“

„Sie werden morgen in aller Frühe dem Biſchofe von Rocheſter Ihre Aufwartung machen, und werden ihn bitten, er möge in ſeinem Wagen hierher kommen, und entweder in ſeinem eigenen Hauſe, oder ſonſt an einem ſicheren Orte eine Wohnung für mich in Bereit⸗ ſchaft halten. Der König wird Sie — Sie dürfen