— an zwei hübſche Frauenzimmer, die er gewohnt ge⸗ weſen war, beinahe anzubeten, und leerte dann ſein Glas mit einem Seufßzer.
Unterdeſſen war die alte Vicomteſſe der jungen wie⸗ der müde geworden, und ſo oft ſie von my Lord's Wittwe ſprach, geſchah es in Ausdrücken, die für dieſe arme Dame keineswegs ſchmeichelhaft waren: da die jüngere Frau ihres Schutzes nicht länger bedurfte, ſo wurde ſie von der älteren geſchmäht. Die meiſten Fa⸗ milienſtreitigkeiten, die ich im Leben noch geſehen, ent⸗ ſpringen (— immer diejenigen ausgenommen, die we⸗ gen Geldangelegenheiten entſtehen, wo die Theilung von zwei Pence und einem halben Penny die liebſten Verwandten oft in Krieg verwickelt und einander ent⸗ fremdet —) aus Eiferſucht und Neid. Jack und Tom, die derſelben Familie angehören, und daſſelbe Vermö⸗ gen erben, leben in recht herzlichem Einverſtändniß mit einander, — nicht etwa ſo lange, bis Jack zu Grunde gerichtet iſt, wo Tom ihn verläßt, ſondern bis Tom plötzlich auf der Glücksleiter einige Sproſſen höher ſteigt, was Jack nicht verzeihen kann. Der unglückliche Menſch iſt es, der zehn gegen ein Mal böſe iſt, nicht am an⸗ dern liegt die Schuld. Mrs. Jack, die bloß eine Sänfte anſchaffen kann, iſt es, die über den neuen Wagen und die ſechs neuen Pferde der Mrs. Tom ärgerlich iſt, die ſich über das vornehme Weſen ihrer Schwä⸗ gerin aufläßt, und ihren Gatten gegen ſeinen Bruder aufhetzt. Jack, der ſeinen Bruder einem Lord die Hand ſchütteln ſieht — einem Lord, mit dem Jack ſelbſt gern ein Paar Priſen Schnupftabak austauſchen möchte —) iſt es, der heim geht und ſeiner Frau er⸗ zählt, wie arg es der arme Tom treibt; in ſeinen Au⸗ gen iſt derſelbe nichts Anderes, als ein Kriecher, ein Schmarotzer, und ein Bettler zu Pferde.
Ich erinnere mich noch gar wohl, mit welcher Wuth die Kaffeehaushelden über Dick Steele herfielen, als er


