Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

jeder Gefahr geſchützt und die Schüſſe des Feindes von ihm abgewendet hätte.

My Lady gab Feſte zu ſeinen Ehren, machte ihn mit noch andern Perſonen bekannt, und intereſſirte ſich für ihn mit ſolchem Eifer und Erfolg, daß ſie das Verſprechen bekam, daß Lady Marlborough ihm zu einer Compagnie verhelfen werde; wobei zu bemerken iſt, daß die ſo eben genannte hochgeſtellte Dame gnä⸗ digſt geruhete, einen ein Paar hundert Guineen wer⸗ then Diamant anzunehmen, welchen Mr. Esmond durch die Güte ſeiner Tante, die ihm ferner verſprach, daß ſie noch weiter für ihn ſorgen wollte, in Stand geſetzt war, Ihrer Ladyſchaft zu verehren. Er hatte auch die Ehre, gelegentlich bei den Abend⸗Receptionen der Kö⸗ nigin zu erſcheinen, und my Lord Marlborongh's Le⸗ vers zu beſuchen.

Der ſo eben genannte große Mann empfing den jungen mit ganz beſonderer Gunſt, — ſo ſagten we⸗ nigſtens Esmond's Kameraden, — und geruhete zu ſagen, daß er, ſowohl in Betreff der Tapferkeit, als in Betreff der Fähigkeit, die beſten Berichte über Mr. Esmond erhalten, worauf ſich der junge Gentleman natürlich tiefer neigte, und ſein brennendes Verlangen ausdrückte unter dem ausgezeichnetſten Generale der Welt zu dienen.

Während ſeine Sachen ſo proſperirten, vergnügte ſich Esmond auch ein Bischen, denn er zeigte ſich mit andern jungen Herrn in den Kaffeehänſern, in den Theatern, und auf der Maille. Es verlangte ihn, von ſeiner theuren Gebieterin und ihrer Familie zu hören: gar oft war er, inmitten der Luſtbarkeiten und Ver⸗ gnügungen der Stadt, bei ihnen; und oft, wenn die jungen Burſche, die zu ſeiner Geſellſchaft gehörten, in der Taverne luſtig waren, und bei ihrer Flaſche Wein (— wie es damals Mode war —) eine Schöne hoch leben ließen, dachte Esmond an ein Paar Perſonen,