Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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von ihr anzunehmen, in Anbetracht der Verwandt⸗ ſchaft, die ſie Beide mit einander verband, und der Opfer, die er ſelbſt zu Gunſten der Familie brachte. Aber er hatte ſich entſchloſſen, ſich nicht länger „ von einem Weibe gängeln zu laſſen: eine ſolche Ab⸗

hängigkeit war ihm zuwider; und vielleicht hatte er ſo bei ſich ſelbſt darüber hin- und hergedacht, wie er ſich auszeichnen, und ſich einen Namen machen könnte, — was ſein ſonderbares Geſchick ihm bis daher verſagt hatte. Unzufrieden mit ſeinem früheren ſtillen Bücher⸗ wurmleben, — ein bitteres Gefühl der Empörung über die Sklaverei, in die er ſich ſelbſt begeben hatte, um deren willen, deren Hartherzigkeit gegen ihn ſein Herz bluten machte, — ein unruhiges Verlangen, die Welt und Leute zu ſehen, — Alles das veran⸗ laßte ihn, ernſtlich an den Stand eines Militärs zu denken. Auf jeden Fall aber war es ſein Wunſch, ein Paar Feldzüge mitzumachen, und darum drang er denn in ſeine neue Beſchützerin, daß ſie ihm eine Fähndrichsſtelle verſchaffen möchte. Und ſo geſchah es, daß er eines Tags die Ehre hatte, ſich bei dem Quin'⸗ ſchen, in Irland garniſonirenden Füſilierregimente als Fähndrich angeſtellt zu ſehen.

Mr. Esmond's Patent war kaum erſt drei Wochen alt, als König William das Unglück zuſtieß, welches dem Leben des größſten, weiſeſten, tapferſten, und gnä⸗ digſten Sonverains, den England je gehabt, ein Ende machte. Es war bei der Gegenpartei Mode geweſen, den Ruf dieſes großen Fürſten während ſeines Lebens zu verkleinern; aber die Freude, welche ſowohl ſie, als alle ſeine Feinde in Europa bei der Nachricht von ſei⸗ nem Tode an den Tag legten, zeigt zur Genüge, wie ſehr ſie ihn gefürchtet hatten. So jung Esmond da⸗ mals auch war, ſo war er doch ſo klug (— und auch, wollen wir hinzuſetzen, ſo edelmüthig —), jene unan⸗ ſtändige Freude zu verachten, die unter den Anhängern