Teil eines Werkes 
[2] (1853)
Entstehung
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kannt wäre. Mit einem Male aber, und mit ganz rich⸗ tigem Takte entſchloß er ſich zu etwas ganz Anderem⸗ Er bat daher Ihre Ladyſchaft, daß ſie ihre Begleitung entlaſſen möchte; und als ſie endlich allein waren, ſprach er alſo:

Madame, Sie hätten wenigſtens ſagen ſollen: Willkommen, Neffe! Es iſt an mir, ſowie an Ihnen, und an meiner armen ſeligen Mutter ein großes Unrecht verübt worden.“

Ich erkläre im Angeſichte des Himmels, daß ich keine Schuld daran gehabt, rief ſie, ihre Sache von vorn herein verloren gebend. „Es war Ihr böſer Vater, der —“

„Der dieſe Schande über unſere Familie gebracht,“ ſagte Mr. Esmond. Ich weiß es recht wohl. Ich will aber Niemand Unruhe verurſachen. Diejenigen, ſo gegenwärtig im Beſiße ſind, ſind meine theuerſten Wohlthäter geweſen, und müſſen ganz und gar von einem abſichtlich an mir verübten Unrechte freigeſpro⸗ chen werden. Der ſelige Lord, mein theurer Be⸗ ſchützer, erfuhr die Wahrheit erſt wenige Monate vor ſeinem Tode, wo Pater Holt ihm die Nachricht brachte.“ 4

Der Schurke! Es war ihm die Sache gebeichtet worden! Es war ihm die Sache gebeichtet worden!“ rief die verwittwete Lady.

„Nein, nein: es iſt dem nicht ganz ſo. Er er⸗ fuhr die Sache noch aus einer andern Quelle, — und nicht allein von einem Prieſter, dem ſie gebeichtet worden,“ antwortete Mr. Esmond. „Als mein Vater an der Boyn verwundet worden war, ſagte er ſowohl einem franzöſiſchen Prieſter. der ſich nach der Schlacht verſteckt hielt, als dem dort lebenden Prieſter, in deſ⸗ ſen Haus er ſtarb, die Wahrheit. Letzterer hielt es nicht für angemeſſen, das Geheimniß eher zu enthül⸗ len, als bis er zu St. Omer mit Mr. Holt zuſam⸗