Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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nung der Königin Beß hielte, wonach ein Biſchof keine Frau haben ſollte; und wenn ein Biſchof keine haben ſollte, warum ſollte dann ein einfacher Geiſtlicher eine haben? —) Harry Esmond für eine gute Frau ſorgen würde: und ſo fort. Dabei hatte ſie ihm noch am Ka⸗ mine, Abends, wenn ſie ſo freundſchaftlich mit einander plauderten, während die Kinder in der Vorhalle ſpiel⸗ ten, hunderterlei hübſche Ausſichten eröffnet.

Alle dieſe Pläne waren jetzt über den Haufen ge⸗ worfen. Thomas Tuſher meldete dem im Gefängniſſe liegenden Esmond, daß ſeine Patronin ihm die Pfründe verliehen, die Seine Ehrwürden, ſein Vater, viele Jahre lang inne gehabt; — daß ſie nach den bekannten tra⸗ giſchen Ereigniſſen (— worüber Tom mit recht erbau⸗ lichem Abſchen ſprach —) es nie über ſich gewinnen könnte, auf der Kanzel des verehrten Tuſher oder an dem Tiſche ihres Sohnes den Mann zu ſehen, der den Tod des Vaters zu verantworten hätte; — daß Ihre Ladyſchaft ihm aufgetragen hätte, zu ſagen, daß ſie zu Gott betete um die Reue ihres Verwandten, und um ſein weltliches Wohlergehen; — daß er zwar bei jedem Lebensplane, den er ſich bilden möchte, auf ihre Unter⸗ ſtützung zählen könnte, daß ſie aber auf dieſer Welt ihn nicht mehr ſehen würde. Und dieſem fügte Tuſher, für ſeinen Theil, hinzu, daß Harry, als ein Jugend⸗ freund von ihm, verſichert ſein könne, daß er ihn in ſein Gebet einſchließe, und daß er ihm, ſo lange er noch im Gefängniſſe ſei, anempfehle, gewiſſe theologiſche Werke zu leſen, die Seine Ehrwürden als ſehr heilſam für Sünder, die ſich in ſeiner traurigen Lage befänden, erklärte.

Und dieß war alſo der Lohn für ein Leben voller Hingebung, — dieß das Ende Jahre langen, freund⸗ ſchaftlichen, liebevollen Verkehrs und leidenſchaftlicher Treue! Harry würde für ſeinen Beſchützer geſtorben ſein, und wurde nun faſt wie ſein Mörder behandelt;