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ehrlichen Gefangenwärters ihrem Patienten ein friſch gewaſchenes und geplättetes Taſchentuch, an deſſen Ecken er die wohlbekannte Chiffre ſeiner Gebieterin und die Viscvunts-Krone erkannte.
Die Lady habe es ihm, als er ohnmächtig ge⸗ worden, und ehe ſie um Hülfe gerufen, um den Arm gebunden,“ ſprach die Frau des Gefangenwärters. „Die arme Dame; der Tod ihres Gatten ging ihr ſehr zu Herzen. Man hat ihn heute begraben, und viele Kut⸗ ſchen vom Adel haben ihn zu ſeiner letzten Ruheſtätte begleitet, — unter anderen die von iny Lord Marl⸗ borough und die von my Lord Sunderlaud; auch ſind viele Gardeoffiziere mitgegangen, da er zu den Zeiten des alten Königs mit ihnen gedient; und my Lady iſt mit ihren beiden Kindern zum Könige nach Kenſington gegangen und hat dort um Juſtiz gebeten gegen my Lord Mohun, der ſich verſteckt hält, ſowie gegen iy Lord, den Grafen von Warwick und Holland, der be⸗ reit iſt, ſich zu ſtellen, und ſich richten zu laſſen.“
Solcher Art waren die Rachrichten, gepaart mit Verſicherungen in Betreff ihrer und ihrer Magd Molly Ehrlichkeit: die gute Frau meinte, es würde ihnen nie eingefallen ſein, einen gewiſſen lumpigen, Mr. Esmond gehörenden, goldenen Hemdärmelknbpf zu ſtehlen, der fehlte, als ſeine Ohnmacht vorüber war, — die Ohn⸗ macht, welche das Weib des Gefangenwärters zu ihrem Gefangenen führte. Seine Gedanken folgten nach dem allzuftühen Grabe dem tapferen Herzen, dem gütigen Freunde, dem tapferen Manne, dem Manne von Wort und von edlem Sinne (— wenn auch ſchwach in ſeinen Entſchlüſſen; aber ſind Andere, die über ihm ſtanden, wohl viel ſtärker, als er? —), der ihm Brod und Ob⸗ dach gegeben, als es ihm daran mangelte, — eine Hei⸗ math und Liebe, als er ſie am Nothwendigſten brauchte; und der, wenn er ihm ein überaus wichtiges Geheim⸗ niß vorenthalten, Etwas gethan hatte, das er in ſeiner


