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Ohr; und es ſoll derſelbe viele dieſer Worte in dem Fieber wiederholt haben, in das er nun verfiel, in Folge ſeiner ſchweren Wunde, und vielleicht auch in Folge der Gemüthsbewegung, die ſo leidenſchaftliche und unverdiente Vorwürfe bei ihm hervorriefen. Es ſchien, als ob ſelbſt ſeine Opfer und ſeine Liebe zu die⸗ ſer Dame und zu ihrer Familie in Unglück und Schmach umſchlügen; als ob ſeine Anweſenheit bei ihnen bloß eine Urſache des Kummers, und die Fortdauer ſeines Le⸗ bens für die Ihrigen blos Jammer und Bitterkeit wäre.
Während Lady Caſtlewvod bitter, raſch, und ohne eine Thräne ſprach, wagte er auch nicht ein Wort, um ihr Vorſtellungen über ihre Ungerechtigkeit zu machen, ſondern blieb zu den Füßen ſeines Gefangenen⸗Bettes ſitzen, nur noch tiefer darniedergedrückt bei dem Ge⸗ danken, daß es jene ſanfte und geliebte Hand ſei, die ihn jetzt ſo grauſam verwunden müſſe, — und war gegen ihren verhängnißvollen Kummer ganz und gar un⸗ mächtig. Während ſie ſo ſprach, ſchlugen ihre Worte alle Saiten ſeines Gedächtniſſes anz und ſeine ganze Kna⸗ ben⸗ und ſpätere Ingendzeit ging an ſeinem geiſtigen Ange vorüber, während dieſe Dame, die erſt geſtern noch ſo zärtlich und artig geweſen, — während dieſer gute Engel, den er geliebt und ſo innig verehrt hatte, ſo vor ihm ſtand, und ihn mit ſchneidenden Worten und böſen Blicken verfolgte.
Ich wollte, ich wäre da, wo jetzt my Lord iſt,“ ſtöhnte er hervor. „Meine Schuld iſt es nicht, daß ich jetzt nicht dort bin, Madame: — das kann ich Ihnen verſichern. Aber das Schickſal iſt ſtärker, denn wir Alle, und hat gewollt, was geſchehen iſt. Es wäre beſſer geweſen, wenn ich geſtorben wäre, als ich an der bewußten Krankheit darniederlag.“
Ja Harry,“ ſprach ſie.
Und während ſie dieſe Paar Worte ſprach, warf ſie ihm einen Blick zu, der zugleich ſo zärtlich und ſo traurig war, daß der junge Mann, die Arme wild em⸗


