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er durch ſo viele zarte Bande der Liebe und der Dank⸗ barkeit geknüpft war? Sollte er die Wittwe ſeines Vaters entehren? Sollte er die Ehre ſeines Vaters und zugleich die ſeines Vetters antaſten und beflecken? Und wofür? Für einen eitlen Titel, den er auf Koſten eines unſchuldigen Knaben, des Sohnes ſeiner theuerſten Wohlthäterin, hätte führen ſollen.
Alles dieſes hatte er bei ſich überlegt, während ſein armer Gebieter die letzte Beichte auf dieſer Welt ablegte. Auf der einen Seite ſtanden der Ehrgeiz, die Verſuchung, ja ſelbſt die Gerechtigkeit, während auf der andern die Liebe, die Dankbarkeit, und die Treue ſprachen.
Und als in Harry's Bruſt der Kampf vorüber war, erfüllte dieſelbe ein eigenthümliches Wonnegefühl, — ein Gefühl, das ihm ſagte, daß er recht gehandelt. Und mit Thränen in den Angen dankte er Gott für den Entſchluß, zu dem er ihn hatte kommen laſſen.
Zur Zeit, als ich von meinem eigenen Blute ver⸗ läugnet ward,“ dachte er, „nahmen dieſe theuerſten Freunde mich auf und liebten mich. Als ich noch ein namenloſer Waiſe war, und einen Beſchützer brauchte, fand ich einen ſolchen an jener liebevollen Seele, die nun vor den Richterſtuhl Gottes tritt, das ſchuldloſe Unrecht bereuend, das ſie gethan.“
Und mit dieſen tröſtenden Gedanken ging er, nach⸗ dem er die kalten Lippen ſeines Wohlthäters geküßt, fort, um ſich dem Gefangenwärter zu überliefern.
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Es war am dritten Tage, nachdem er in das Gate⸗ honſe⸗Gefängniß gekommen (— wo er an ſeiner Wunde, die ſich entzündete und ihn heftig ſchmerzte, krank dar⸗ nieder lag —); und dort drückten ihn die Gedanken und Entſchlüſſe, von denen ſo eben geſprochen worden⸗


