276
den Wohlthäter begleiteten. My Lord hatte dem jun⸗ gen Manne Dinge geſagt, die ihn wirklich beſtürzt machten; — er hatte ihm ein Geheimniß enthüllt, das ihn ſehr nahe anging. Auch hatte er, nachdem er es gehört, hinlängliche Urſache zu Zweifeln und zur Bangigkeit, — zur Seelenpein und zur Entſchloſ⸗ ſenheit. Während drinnen die Unterredung zwiſchen Mr. Atterbury und ſeinem ſterbenden Beichtkinde Statt fanden, fand im Herzen des jungen Begleiters von Lord Caſtlewood ein gewaltiger Kampf Statt: der junge Mann war in der größten Verlegenheit in Be⸗ treff deſſen, was nun zu thun ſei.
Nach Verfluß von einer Stunde, — vielleicht hatte die Unterredung auch länger gedauert, — trat Mr. Atterbury aus dem Zimmer heraus. Er blickte Esmond ſehr ſcharf an und hielt ein Papier in der Hand.
„Er iſt bereit, vor Gottes furchtbarem Richter⸗ ſtuhle zu erſcheinen,“ flüſterte der Prieſter. „Er hat mir ſein Herz ganz aufgeſchloſſen. Er verzeiht, und glaubt, und reſtituirt. Soll es öffentlich geſchehen? Sollen wir einen Zeugen herbeirufen, um das Papier zu unterzeichnen?“
„Gott weiß es,“ ſtöhnte der junge Mann hervor, „mein thenerſter Gebieter hat mir ſein ganzes Leben hindurch nur Gutes und Liebes erwieſen.“
Der Prieſter legte das Papier in Esmond's Hand. — Er blickte es an. Es wurde trübe vor ſeinen Augen.
„Es iſt eine Beichte,“ ſagte er.
„Wie Sie wollen,“ ſprach Mr. Atterbury.
Es war in dem Zimmer, wo man die Tücher für die Badenden trocknete, ein Feuer, — und es lag in einer Ecke ein Haufen, der mit dem Blute meines theu⸗ ren Gebieters geſättigt war.
Esmond ging zu dem Feuer hin, und warf das Papier hinein. Es war ein großes Kamin mit glaſir⸗


