Seele ihre letzten Wünſche in Betreff ihrer Familie, — das demüthige Geſtändniß ihrer Fehler und Sün⸗ den, und damit ihre Zerknirſchung, und endlich Worte der Verſöhnung gegenüber der Welt, die ſie im Be⸗ griffe war, zu verlaſſen, hervor. Einige Dinge, die er ſagte, gingen Harry Esmond eben ſo nahe an, als ſie ihn in Erſtaunen ſetzten.
Und my Lord Viscount, deſſen Kräfte ſichtlich abnahmen, war eben im beſten Zuge, um mit dieſen ſeltſamen Geſtändniſſen fortzufahren, als der Geiſtliche, nach dem my Lord geſchickt hatte, ankam. Es war Mr. Atterbury.
Der ſo eben genannte Herr war bis jetzt noch zu keiner hohen Kirchenwürde befördert worden, ſondern war einfacher Prediger zu St. Bride's, wo er durch ſeine beredten Predigten die ganze Stadt anzog. Er war von my Lord, der von ſeinem Vater erzogen worden, über die Taufe gehalten worden; hatte, von Oxford aus, mehr denn einen Beſuch auf Schloß Caſtlewvod gemacht; — und auf ſeinen Rath hin war, wie ich glanbe, Harry Esmond nach Cambridge, und nicht nach Opford geſchickt worden, von welch' letzterem Orte Mr. Atterbury, obgleich ein ausgezeichnetes Glied der Univerſität, nicht eben am Beſten ſprach.
Unſer Bote fand den guten Prieſter ſchon über ſeinen Büchern ſitzen, obgleich es erſt fünf Uhr Mor⸗ gens war; — und er folgte dem Manne eiligſt in das Haus nach, wo der arme Lord Viscount lag, — neben welchem Esmond ſtand, um ſeine letzten Worte zu empfangen.
Als my Lord Mr. Atterbury's Ankunft vernahm, ſo drückte er Esmond die Hand, und bat ihn, daß er ihn mit dem Prieſter allein laſſen möchte.
Esmond ging alſo hinaus, um dieſe letzte feier⸗ liche Unterredung nicht zu ſtören. Man darf verſichert ſein, daß ſeine Gebete und ſein Kummer den ſterben⸗


