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„Wann werden wir denn nach Caſtlewood kommen, Blaiſe?“ ſagt Harry.
„Parbleu! my Lord hat keine Eile,“ ſagt Blaiſe grinſend; und in der That ſchien es, als ob Seine Lordſchaft ſich nicht ſehr beeilte, denn er brauchte drei volle Tage zu jener Reiſe, die Harry Esmond ſeitdem oft in zwölf Stunden zu Pferde gemacht hat.
Während der letzten zwei Tage ritt Harry mit dem Prieſter, der ſo freundlich und liebevoll gegen ihn war, daß gegen das Ende der Reiſe das Kind ihn ſchon ganz lieb gewonnen hatte, und ſchon ganz vertraut mit ihm geworden war, und daß es in ſeinem Herzchen kaum einen Gedanken hatte, den es ſeinem neuen Freunde unterdeſſen nicht ſchon anvertraut gehabt hätte.
Endlich kam man am dritten Tage Abends bei einem Dorfe an, das auf einer Aue ſtand, von Ulmen umgeben, und recht hübſch anzuſchauen war. Alle Leute, die ich da ſah, nahmen ihre Hüte ab, und machten ihre Bücklinge vor my Lord Viscount, der ſich ganz matt egen ſie alle verbeugte. Unter dieſen Leuten befand ſ6 auch eine ſtattliche Perſon, die einen Prieſterrock und einen breitrandigen Hut trug, und ſich tiefer ver⸗ bengte, denn alle Andern; — und mit der letzteren Per⸗ ſon ſprach ſowohl my Lord, als Mr. Holt einige Worte.
Da ſagt Mr. Holt: S
„Dieß iſt die Kirche von Caſtlewvod, Harry, und hier iſt der Eckpfeiler derſelben, der gelehrte Doctor Tuſher. Zieh den Hut ab, Schlingel, und grüße mir den Doctor Tuſher!“
„Kommet zum Abendeſſen herauf, Doctor,“ ſpricht my Lord, worauf der Doctor ſich abermals tief ver⸗ beugte, und die Geſellſchaft ſich nach einem großen Hauſe hinbewegte, das vor ihnen lag, eine Menge grauer Thürme hatte, worauf Windfahnen weheten, und Fenſter, die im Sonnenſcheine flammten. Und ein gewaltiges Heer von Saatkrähen, die ſich über den Köpfen der


