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ihn gelehrt, welche Sprachen er kenne; ob er leſen, und ſchreiben, und ſingen könne, und noch vieles Andere.
Und Mr. Holt fand, daß Harry leſen und ſchrei⸗ ben könne, und daß derſelbe im Franzöſiſchen und Engliſchen recht gut bewandert ſei; und als er Harry fragte, was er ſingen könne, ſo ſtimmte der Knabe ein geiſtliches Lied nach der bekannten Melodie Dr. Martin Luther's an, was Mr. Holt veranlaßte, in ein lautes Gelächter auszubrechen. Ja, auch ſein grand parrain, in dem bebordeten Hute und in der großen Perrücke, fing an, zu lachen, als Holt ihm ſagte, was das Kind ſang. Denn es ſchien, daß Dr. Martin Luther's geiſt⸗ liche Lieder nicht in den Kirchen geſungen wurden, in denen Mr. Holt predigte.
„Du mußt dieſes Lied ja nicht mehr ſingen, hörſt Du, kleiner Mann!“ ſpricht my Lord Viscvunt, einen Finger in die Höhe haltend.
Wir aber werden es verſuchen, Dich ein beſſeres Lied ſingen zu lehren, Harry,“ ſagte Mr. Holt; und das Kind antwortete (— denn es war gelehrig, und von Natur freundſchaftlich und liebevoll geſinnt —), „daß es hübſche Lieder liebte, und es verſuchen würde, Alles zu lernen, was der Herr ihm ſagen würde.“
An dieſem Tage gefiel er den Herren durch ſeine Reden dermaßen, daß er im Wirthshauſe mit ihnen eſſen mußte, und daß ſie ihn ermuthigten, fortzuplau⸗ dern. Monſieur Blaiſe aber, mit dem er am vergan⸗ genen Tage geritten war und gegeſſen hatte, mußte ihm jetzt aufwarten.
„Schon gut, ſchon gut!“ ſprach Blaiſe (in ſeiner Mutterſprache) an jenein Abende, als ſie wieder in einem Wirthshauſe übernachteten. „Wir ſind hier ein kleiner Lord, — wir ſind jetzt ein kleiner Lord; wohl wahr; aber wir werden ſchon ſehen, was wir find, wenn wir nach Caſtlewood kommen, wo my Lady iſt.“
Henry Esmond. 1. 4 3


