Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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hatte ſitzen laſſen, ſo ſtand es einige Zeit an, bis ſie ſich wieder mit ihm ausſöhnte.

Durch Aemter, Penſionen, Geſchenke von Frank⸗ reich und durch Geldzuſchüſſe vom Könige, während ſeine Tochter in Gunſt ſtand, erlangte Lord Caſtlewvod, der im Dienſte des Königs Jugend und Vermögen ge⸗ opfert hatte, letzteres nicht ganz wieder; auch kümmerte er ſich ſeit dem Tode ſeines Sohnes nie viel um Caſtle⸗ wood, das er weder beſuchte, noch wiederherſtellen ließ, ſondern er ließ es ſich angelegen ſein, ein gutes Haus, ſowie am Hofe Figur zu machen, und ſich eine ſchöne Summe baaren Geldes zu erſparen.

Und nun fing ſein Erbe und Neffe, Thomas Esmond, an, ſich um die Gunſt ſeines Onkels zu be⸗ werben. Thomas hatte unter dem Kaiſer und unter den Holländern gedient, als König Karl ſich genöthigt ſah, den Generalſtaaten Truppen zu leihen; und ebenſo hatte Thomas gegen die Holländer gedient, als Seine Majeſtät mit dem Könige eine Allianz ſchloß. In dieſen Feldzügen hatte ſich Thomas Esmond mehr durch ſeine Duelle, ſeine Zänkereien, ſein laſterhaftes Leben und durch ſein Spielen ausgezeichnet, als durch eine hervor⸗ ſtechende tapfere That im Felde; und ſo kam er nach England zurück, wie viele andere gereiſte Engländer, das heißt, mit einem Charakter, der ſich durch ſeine Erfahrungen im Auslande mit nichten verbeſſert hatte. Er hatte ein kleines väterliches Erbe verſchwendet, das ihm als jüngerem Bruder zugefallen war, und trieb ſich, wenn man die Wahrheit wiſſen will, am Liebſten in Wirthshäuſern herum, und machte ſich ein Geſchäft daraus, über das Elſaß und die Mönche zu declamiren, als er auf ein Mittel verfiel, ſeine Glücksumſtände zu verbeſſern.

Seine Cvuſine hatte jetzt das mittlere Alter bereits überſchritten, und Niemand, denn ſie ſelbſt, hätte geſagt, daß ſie einſt ſo ſchön geweſen, wie ſie geweſen zu ſein