Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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35 an ihm erſchien —). Als derſelbe aber ihr eine Zeit lang den Hof gemacht und im Hauſe intim geworden war, gab er mit einem Male ſeine Bewerbung auf, in einem Augenblicke, wo er ziemlich gute Ausſichten zu haben ſchien, ohne daß er es für angemeſſen hielt, einen Vorwand für ſein Benehmen anzugeben. 2

Seine Freunde zogen ihn wegen deſſen auf, was ſie lachend ſeine Untreue zu nennen beliebten. Jack Churchill, Frank Esmond's Lieutanant in dem könig⸗ lichen Fußgarderegiment, bekam die Compagnie, deren Commando Esmond abgab, als er den Hof verließ, und in der Wuth nach Tanger ging, weil er entdeckt hatte, daß ſeine Beförderung von der Gefälligkeit ſeiner ihm an Jahren überlegenen Braut abhange.

Er und Churchill, die in der St. Paul's Schule condiscipuli geweſen waren, bekamen wegen dieſer Ge⸗ ſchichte mit einander Streit; und Frank Esmond ſagte zu ihm mit einem Schwure: „Jack, Deine mag ſo und ſo ſein, aber meine Frau ſoll es, beim Teufel, nicht ſein!“ Darauf wurde vom Leder gezogen und Blut vergoſſen, bis Freunde ſie trennten.

Es muß hier bemerkt werden, daß, in jenen Ta⸗ gen, wenige Männer in Betreff des Ehrenpunktes ſo eiferſüchtig waren; und Herren von guter Geburt und einer ſchönen Ahnenreihe glaubten, ein königlicher Fleck ſei eine Zierde für ihr Familienwappen. Frank Es⸗ mond zog ſich in der übelſten Laune von der Welt nach Tanger zurück, von wo er nach zweijährigem Dienſte zurückkam, um ſich auf einem kleinen Gute niederzulaſſen, das in der Nähe von Wincheſter lag, und welches er von ſeiner Mutter bekommen hatte. Hier lebte er als Landedelmann und hielt eine Koppel Stöberhunde, ohne zu König Karl's Zeiten auch nur ein Mal an den Hof zu kommen. Sein Onkel Caſtle⸗ wood aber konnte ihm ſein Benehmen nie verzeihen; und was ſeine Couſine hetrifft, die er ſo ſchmählich