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heit des Lebens Nichts gelehrt; und es heißt, daß der Herzog von York und ſein Bruder, der König, wegen Iſabel Esmond mit einander Streit bekommen. Letztere war Ehrendame der Königin Henriette Maria; ſchon frühe trat ſie in den Schvoß der römiſchen Kirche; und es ſtand nicht lange an, ſo folgte ihr ihr Vater, ein ſchwacher Mann, zu Breda nach.
Beim Tode von Euſtace Esmond, zu Worceſter, wurde Thomas Esmond, ein Reffe von my Lord Caſtle⸗ wood, und dazumal noch ein ganz junger Menſch, Erbe des Titels. Sein Vater hatte, während der zwiſchen dem König und dem Parlamente ausgebrochenen Strei⸗ tigkeiten, die Partei des Letztern ergriffen, und war ſo dem Oberhaupt ſeines Hauſes entfremdet worden; und es machte anfänglich my Lord Caſtlewvod der Gedanke, daß ſein Titel (— obgleich er nun faſt nur noch etwas ganz Eitles war —) auf einen ſchurkiſchen Stutzkopf übergehen ſollte, ſo zornig und ſo wüthend, daß er ſich wieder verheirathet haben würde (— und in der That wollte er die Tochter eines Gaſtwirths zu Brügge hei⸗ rathen, dem Seine Lordſchaft eine ſchöne Summe ſchuldete, da er, während des Aufenthalts des Königs in der genannten Stadt, bei dem Manne logirt hatte —), hätte er nicht das Gelächter des Hofes und den Zorn ſeiner Tochter gefürchtet, vor welch Letzterer er gewalti⸗ gen Reſpect hatte; denn dieſe war von ebenſo herrſch⸗ ſüchtiger und heftiger Gemüthsart, wie my Lord, der durch ſeine Wunden und durch das viele Trinken nun ſehr geſchwächt war.
Lord Caſtlewvod hätte gern eine Heirath zu Stande gebracht zwiſchen dieſer ſeiner Tochter Iſabel und ihrem Couſin, dem Sohne des weiter oben genannten Francis Esmond, der bei der Belagerung von Caſtlewovd um⸗ kam. Auch konnte die Dame, wie es hieß, den jungen Mann wohl leiden, der um etliche Jahre jünger war, als ſie (— welcher Umſtand ihr nicht als ein Fehler


