Teil eines Werkes 
[1] (1853)
Entstehung
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Sofort fing my Lord an, ſeiner Frau zu beſchrei⸗ ben, was vor ihnen lag, und was der kleine Henry in der That beſſer kannte als er, — das heißt, die Geſchichte des Hauſes: wie durch jenes Thor dort der Page mit der Erbin von Caſtlewood entlief, durch welche das Gut auf die jetzige Familie kam; wie die Stutzköpfe *) den Glockenthurm angriffen, bei deſſen Vertheidigung der Vater von my Lord fiel.

„Ich war damals noch nicht mehr, als zwei Jahre alt,“ ſpricht my Lord, „Zzieh' aber ſechsundvierzig von neunzig ab, und wie alt bin ich dann, Vetter Henry?“

„Dreißig,“ ſagte ſeine Frau lachend.

„Viel zu alt für Dich, Rachel,“ antwortete my Lord, zärtlich auf ſie niederblickend.

Und in der That ſchien ſie ein Mädchen zu ſein, da ſie zu jener Zeit kaum erſt zwanzig Jahre alt war.

„Du weißt, Frank, ich werde Alles thun, um Dir zu gefallen,“ ſpricht ſie, „und ich verſpreche Dir, daß ich jeden Tag älter werden will.“

„Sie müſſen Papa nicht Frank nennen; Sie müſſen jetzt Papa my Lord heißen,“ ſagt Miß Bea⸗ trir, ihr Köpfchen ſchüttelnd; worüber die Mutter lächelte und der gutmüthige Vater lachte, und der kleine herumtrabende Knabe lachte, ohne zu wiſſen warum: — ohne Zweifel aber deßhalb, weil er glücklich war, wie es da Jedermann zu ſein ſchien. Wie doch ſolche triviale Vorfälle und Worte, wie Landſchaft und Son⸗ nenſchein, und die Gruppe lächelnder und ſchwatzender Leute im Gedächtniſſe haften bleiben!

Da die Sonne ſchon unterging, ſo wurde der kleine Erbe auf den Armen ſeiner Amme in's Bett geſchickt, wohin er auch heulend ging; der kleinen Trir aber wurde verſprochen, daß ſie an dieſem Abende beim

*) Boundheads, wörtlich; Rundföpfe, — ein Spottname der Puritaner.