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meinen Leute Nichts zu ſchaffen hätte. Ich habe in ſei⸗ nem höchſten Alter und in ſeiner Gebrechlichkeit den alten König von Frankreich, Ludwig KIV., den Typus und das Muſter des Königthums, geſehen, — den Kö⸗ nig Ludwig, der ſich nie anders, als nach dem Takte bewegte, der nach den Vorſchriften ſeines Hofmarſchalls lebte und ſtarb, und während ſeines ganzen Lebens befliſ⸗ ſen war, die Rolle eines Helden zu ſpielen; der Poeſie entkleidet, war er Nichts, als ein kleines, runzeliges altes Männchen, pockennarbig, mit einer großen Perrücke und rothen Abſätzen verſehen, um ihm das Ausſehen eines großen Mannes zu verleihen, — ein Held für ein Buch, ſo man will, oder für eine bronzene Statue, oder eine gemalte Zimmerdecke, ein Gott in römiſcher Geſtalt: aber was mehr, als ein gewöhnlicher Sterblicher, für Madame de Maintenon, oder für den Barbier, der ihn raſirte, oder für Monſieur Fagon, ſeinen Chirurgen * Ich möchte wohl wiſſen, ob die Geſchichte je dazu kommt, ihre Perrücke abzunehmen, und ſich ihres aus⸗ ſchließlich höfiſchen Charakters zu entſchlagen? Wann werden wir ein Mal von Frankreich und England et⸗ was Weiteres zu ſehen bekommen, als Verſailles und Windſor? Ich ſah, wie die Königin Anna an dem letzteren Orte, die Park⸗Abhänge hinunter, den Hetz⸗ hunden in ihrer einſpännigen Chaiſe nachjagte, — ein hitziges Frauenzimmer mit rothem Geſichte, gauz und gar ungleich jener Bildſäule von ihr, die ihren ſteiner⸗ nen Rücken der St. Paulskirche zuwendet, und den Kutſchen, welche ſich Ludgate⸗Hill hinaufarbeiten, das Geſicht zukehrt. Sie war weder gebildeter, noch weiſer, als Du oder ich, obgleich wir immer niederknieten, wenn wir ihr einen Brieß oder ein Waſchbecken zu überrei⸗ chen hatten. Warum ſoll denn die Geſchichte bis an's Ende der Zeiten fortfahren, auf den Knien zu liegen? Ich bin dafür, daß ſie ſich endlich erhebe, und fine natürliche Stellung annehme; daß ſie nicht immer


