Teil eines Werkes 
2. Band (1851) Die Engländer in den Tuillerieen
Entstehung
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ohne Zweifel die Grundlage der alten chaldaͤiſchen Weisheit bildete und welche, obſchon ſie jetzt wieder aufgelebt, doch durch die Ränke und Charlatanerien unwiſſender Betruger ſehr herabgekommen iſt. Ich brauche nicht in Einzelheiten einzugehen. Nach langem Suchen iſt es mir gelungen, ein Weſen zu finden, welches in ſeinem ſchlafenden oder geiſtigen Zuſtande eine vollkommene Verwandtſchaft mit dem meinigen hat. Wenn Leontine Dechapelles wacht, ſo werden Sie in ihr eine ganz gewoͤhnliche junge Dame finden, die allerdings mit einer wunderbaren Empfanglichkeit fuͤr Muſik begabt iſt, aber in anderer Beziehung nichts Bemerkenswerthes zu haben ſcheint. Sobald ſie aber ſchlaͤft, wird ſie gleichſam das Ge⸗ genſtuͤck, oder der Widerſchein meines eigenen Ichs. Jeder Gedanke, der durch meine Bruſt geht, ſteigt gleichzeitig auch in der ihren auf. Ich brauche nicht einmal die Worte aus⸗ zuſprechen. In Folge eines wunderbaren Prozeſſes ſtellen ſich ihr dieſe Gedanken ſo lebhaft dar, als ob ich auf die Kompoſition derſelben den lebhafteſten Fleiß verwendet haͤtte. Ich brauche ſie blos in den magnetiſchen Schlaf zu verſetzen und mein literariſches Erzeugniß fuͤr den Tag iſt ſo gut wie fertig. Ich gehe fort, ſchlendre in Paris herum, miſche mich in die Geſellſchaft, erſcheine muͤſſig und ſorglos und doch gehen während dieſer ganzen Zeit die idealen Perſonen mei⸗ nes Romans uͤber den Spiegel meines Geiſtes und vollbrin⸗ gen die ihnen zugetheilte Aufgabe. Ich habe es in dieſer Kunſt ſo weit gebracht, daß ich zwei, ſogar drei Romane auf einmal componiren kann. Wenn es Abend wird, kehre ich