„Dictirt?“
„Ganz gewiß. Es iſt ſchon geſchrieben und wird mor⸗ gen in ganz Paris geleſen werden.“
„Herr Marquis, habe ich vielleicht die Ehre, eine Un⸗ terredung mit dem Satan zu halten 26
„Mon cher, vous me Haltez beaucoup. Ich habe es nicht fur nothig gehalten, meine Erfahrungen der theilneh menden Bruſt des Herrn Frederic Soulit mitzutheilen.“
„Dann haben Sie alſo einen spirilus familiaris,“ ſagte ich, indem ich einen argwoͤhniſchen Blick auf den Pudel warf, der eben eifrigſt beſchaͤftigt war, mit der Schnauze in ſeinem dicken wolligen Felle herumzuwuͤhlen.
Der Marquis laͤchelte.
„Die Freimuͤthigkeit, mit der Sie dieſen Argwohn aus⸗ ſprechen, mein lieber Freund, verdient eine ganz beſonders aus⸗ fuhrliche Antwort. Ich habe allerdings einen vertrauten Geiſt — das heißt, ich beſitze eine vertraute Perſon, die, obſchon abweſend, doch zu allen Zeiten bereit iſt, meine Gedanken aufzuzeichnen und in entſprechenden Worten die freiwilligen Regungen meiner Seele auszudruͤcken. Sie brauchen nicht zu erſchrecken. Die Kunſt iſt eine unſchuldige und die Aus⸗ uͤbung derſelben wurde mich, wenn ſie auch bekannt wuͤrde, durchaus nicht dem Tadel der Kirche blosſtellen.“
„Sie ſpannen meine Neugier auf's Hoͤchſte.“
„Nun, ſo hoͤren Sie zu. Einige Jahre lang habe ich mich mit der großten Aufmerkſamkeit der Wiſſenſchaft des animaliſchen Magnetismus gewidmet, einer Kunſt, welche


