Teil eines Werkes 
1. Band (1851) Rebecka und Rowena
Entstehung
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Stuͤrmenden geriethen in Schrecken, die Garniſon und der Graf von Chalus ließen ein Triumphgeſchrei er⸗ ſchallen, aber es war voreilig.

Mit Gedankenſchnelle fuhr Jvanhoe mit einem Terzſtoße auf den Grafen zu, der ihn gerade an den Fugen der Ruͤſtung traf, und rannte ihn durch und durch wie der Bratſpieß das Rebhuhn. Er ſtieß einen jammerlichen Schrei aus und fiel in Todeszuckungen zuruͤck. Der König erholte ſich wieder, ſchwankte auf die Zinne, die Ritter folgten und die engliſche Fahne wurde triumphirend auf die Mauern gepflanzt, gerade als Jvanhoe — aber wir muͤſſen ihn auf einen Au⸗ genblick verlaſſen.

„Ha, St. Richard! Ha, St. George!“ ertoͤnte die furchtbare Stimme des Koͤnigs uͤber das lauteſte Gebruͤll des Kampfes.

Mit jedem Streiche ſeiner Klinge flog ein abge⸗ ſchlagener Kopf uͤber die Bruſtwehr, ſturzte ein bluten⸗ der Rumpf auf die Steine des Zwingers. Die Welt

hat nie einen Krieger geſchen, wie den loͤwenherzigen

Plantagenet, als er durch die Burg raſete, während ſeine Augen durch die Gitter ſeines Viſirs Feuer blitzten und er in heißer Kampfluſt ſchnaubte. Die enkants de Chalus waren eines nach dem andern gefallen, von dem ganzen tapfern Geſchlechte, das neben dem wackern Grafen gekämpft hatte, war nur noch eines geblieben — nur ein einziger Knabe, ein blondhaariger, blauaͤu⸗ giger Knabe, der noch erſt geſtern auf dem Felde Gäͤnſe⸗

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