Teil eines Werkes 
1. Band (1851) Rebecka und Rowena
Entstehung
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bluͤmchen gepfluckt, der vor wenigen Jahren noch als Säugling in den Armen ſeiner Mutter gelegen hatte. Was konnte ſein winziges Schwert gegen die furcht⸗ barſte Klinge der Chriſtenheit ausrichten — und doch hatte ſich Bohemund dem großen engliſchen Kaͤmpfer entgegengeſtellt und griff ihn an.

Wendet Euch ab, wendet Euch ab, meine lieben jungen Freunde und mildherzigen Damen; blickt nicht auf den ungluͤcklichen, armen Knaben, ſeine Klinge zer⸗ ſplittert unter der Axt des Eroberers und das arme Kind wird auf die Kniee niedergeſchlagen!

„Bei St. Barbacue von Limoges,“ ſagte Ber⸗ trand de Gourdon, „der Wuͤtherich wird doch nicht jenes Laͤmmchen niederſchlagen! Halt ein, Koͤnig, oder bei St. Barbacue —“

Mit Gedankenſchnelle hob der alte Krieger ſeine Armbruſt an die Schulter, — der Bolzen flog ſauſend von der ſchwirrenden Sehne und ſtack im naͤchſten Au⸗ genblicke zitternd im Bruſtharniſche Plantagenets.

Es war ein ungluͤcklicher Schuß, Bertrand de Gourdon!

Durch den Schmerz der Wunde zum Wahnſinn gebracht, wurde Richards thieriſche Natur erweckt, ſein ſataniſcher Blutdurſt ſtieg bis zur Tollheit; er knirſchte mit den Zähnen, und mit einem zu entſetzlichen Fluche als daß man ihn wiedergeben duͤrfte, fiel die blitzende Axt

des königlichen Wuͤtherichs auf die blonden Locken des Rebecka und Rowena. 4