Mittagseſſen und die Nachtruhe verderben und Euer Haar zum Straͤuben bringen wuͤrde — aber weshalb ſoll ich Euere Gefuͤhle auf die Folter ſpannen? Stellt Euch alle Qualen und Schrecken vor, die möglicher Weiſe in einem belagerten und ausgehungerten Schloſſe ſtattfinden koͤnnen, denkt Euch die Gefuͤhle von Leu⸗ ten, die wiſſen, daß ſie nicht mehr Gnade erhalten wer— den, als wenn ſie friedliche ungariſche Buͤrger waͤren, die Se. Majeſtät der Kaiſer von Oeſtreich aus den Bet⸗ ten holen laͤßt, und dann wollen wir auf die Mauern eilen und uns noch einmal dem Sturme des furcht⸗ baren Koͤnigs Richard und ſeiner Leute entgegenſtellen.
Am 29. Maͤrz des Jahres 1199 ließ der gute Koͤnig, nachdem er ein reichliches Fruͤhſtuͤck zu ſich ge⸗ nommen, die Trompeten blaſen und ruͤckte mit ſeinem Heere auf die Breſche des Schloſſes Chalus los. Arthur de Pendennis trug ſein Panier, Wilfried von Jvanhoe kaͤmpfte zur Rechten des Konigs, Molyneux, Biſchof von Bullockmithy, legte fuͤr jenen Tag Mitra und Krummſtab bei Seite und keuchte, trotz ſeiner Be⸗ leibtheit, auf's Entſchloſſenſte die Breſche hinan, indem er Kriegsſchreie und Fluͤche ausſtieß und eine ungeheuere eiſerne Keule ſchwang, womit er gewaltige Verwuͤ⸗ ſtungen anrichtete.
Hugo de Backbite mußte ſeinen Souverain be⸗ gleiten, nahm ſich aber wohl in Acht, hinter ſeinem hohen Herrn hervorzukommen, und ließ ſich ſo viel äls moglich von deſſen großem dreieckigem Schilde ſchuͤtzen.


