—
Jvanhoe durch den ... doch wir greifen der Ge⸗ ſchichte vor.
Was koͤnnte mich verhindern, die Qualen des Hungers zu beſchreiben, welche der Graf — ein Mann
von ſehr geſundem Appetite — in Gefellſchaft ſeiner
heldenmuͤthigen Soͤhne und Beſatzung erlitt? — Nichts! nur daß Dante die Geſchichte in der bekannten Erzählung vom Grafen Ugolino bereits ausgefuͤhrt hat, ſo daß meine Verſuche dazu fuͤr bloße Nachahmung ausgegeben werden moͤchten. Warum ſollte ich nicht, wenn ich Luſt haͤtte, mich an entſetzlichen Beſchrei⸗ bungen zu erletzen, erzaͤhlen, wie die halbverhungerte Garniſon das Loos warf und ſich gegenſeitig waͤhrend der Belagerung aufzehrte, und wie das ungluͤckliche Loos auf die Graͤfin von Chalus fiel, und die helden⸗ muͤthige Frau, nachdem ſie von ihrer Familie zaͤrtlichen Abſchied genommen, ihren großen Keſſel in der Schloß⸗ kuͤche zum Kochen bringen, Zwiebeln, Mohrruͤben und Kraut, Pfeffer und Salz hinein thun ließ, um eine wohlſchmeckende Suppe zu machen, wie ſie die Fran⸗ zoſen lieben, und ſobald Alles fertig war, ihre Kinder kußte, von einem Kuͤchenſtuhl in den Keſſel ſprang und ſo in ihrem Flanellſchlafrocke gekocht wurde? Liebe Freunde, es geſchieht nicht aus Mangel an Einbil⸗ dungskraft, oder weil ich keine Neigung fuͤr das Ent⸗ ſetziche oder Leidenſchaftliche beſäße, daß ich Euch mit dieſen Einzelnheiten verſchone. — Ich koͤnnte Euch eine Beſchreibung machen, die Euch den Appetit zum


