zwanzigſten Sturme, durch den ſie die Burg beinahe eingenommen haͤtten, und bei dem Jvanhoe ſieben und Se. Majeſtaͤt ſechs von den Soͤhnen des Grafen von Chalus erſchlug, waͤre es bald um Jvanhoe ge ſchehen, indem er ſein Panier vor dem des Koͤnigs auf die Mauer pflanzte, und er rettete ſich nur dadurch vor gaͤnzlicher Ungnade, daß er im Verlaufe jenes verzwei⸗ felten Kampfes Sr. Majeſtaͤt zu verſchiedenen Malen das Leben rettete.
Dann machten dem ungluͤckſeligen Ritter ſelbſt ſeine Tugenden — wie es meinen verehrten Leſern ohne Zweifel bekannt ſein wird — unter den Maͤnnern Feinde, und eben ſo wenig konnten ihn die Frauen leiden, welche das Lager des Koͤnigs frequentirten. Der vergnuͤgungsſuͤchtige Monarch war naͤmlich von ſeiner jungen Gemahlin und einem glaͤnzenden Damen⸗ hofe begleitet. Se. Majeſtaͤt pflegte des Morgens Staatsgeſchaͤfte abzumachen, dann vom Fruͤhſtuͤck bis etwa drei Uhr Nachmittags heftig zu kaͤmpfen, von dieſer Zeit aber bis Mitternacht gab es in den koͤnigli⸗ chen Zelten nichts als Tanzen und Singen, Schmau⸗ ſen und Zechen. Jvanhoe, der aus Hoͤflichkeit einge⸗ laden wurde und durch das Ceremoniell gezwungen war, dieſen Unteeltungen beizuwohnen, kuͤmmerte ſich nicht um die Reize der gegenwaͤrtigen Damen, machte ein Geſicht wie ein Leichenbitter bei ihrem Lieb⸗ aͤugeln und Tanzen, und war ein wahrer Freudenſtoͤ⸗
rer bei den Feſtlichkeiten. Sein Lieblingsaufenthalt Rebecka und Rowena. 3


