etwa dreizehn Centner ſchwer, und wollte ſie eben dem Eindringling an den Kopf werfen, als Letzterer ſich anmuthig auf ein Knie niederließ und ruhig ſagte:
„Ich bin es, mein guter Lehnsherr, Wilfried von Jvanhoe.“
„Wie, Wilfrid von Templestown, Wilfried der Verheirathete, Wilfried der Pantoffelheld?“ rief der Koͤnig mit einem ploͤtzlichen Ausbruche guter Laune, indem er die Culverine fortwarf wie ein Schilfrohr (ſie fiel in dreihundert Schritt Entfernung nieder, und auf den Fuß Hugo's Bunyon, der vor ſeinem Zelte eine Cigarre rauchte, und bewirkte, daß der tapfere Krieger auf einige Tage hinken mußte.) „Was, Gevatter Wilfried, kommſt Du, um die Loͤwenhöhle zu ſehen? Es liegen Gebeine darin, Mann, Gebeine und Cadaver, und der Loͤwe iſt zornig!“ ſprach der Koͤnig mit entſetzlichem Blitzen ſeiner Augen. „Aber davon wollen wir ſpaͤter ſpre⸗ chen. Hol! bringt zwanzig Maß Hypocras fuͤr den König und den guten Ritter Wilftied von Jvanhoe. Du kommſt eben zu rechter Zeit, Wilfried, denn bei St. Richard und St. Georg, wir werden morgen einen Hauptſturm haben. Es wird Beinbruͤche abſetzen, he!“
„Das iſt mir gleich, mein Lehnsherr,“ ſagte Jvanhoe, indem er auf die Geſundheit Sr. Maijeſtaͤt den ganzen Becher mit Hypocras auf Einen Zug leerte — und er ſchien, zum großen Neide vieler Perſonen, in der umgebung des König ſogleich in hohe Gunſt genom⸗ men worden zu ſein.


