Teil eines Werkes 
1. Band (1851) Rebecka und Rowena
Entstehung
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nig Richard wollte ihn haben. Warum oͤffnete der Graf, da er leugnete, daß er das Geld beſitze, nicht ſogleich die Thore ſeines Schloſſes? Es war ein deut⸗ licher Beweis ſeiner Schuld, und der Konig beſchloß den Robellen zu beſtrafen und ihm nicht nur das Geld, ſondern auch das Leben zu nehmen.

Er hatte keine Kanonen zum Breſcheſchießen bei ſich, weil dieſe damals noch nicht erfunden waren, und obgleich Se. Majeſtaͤt wohl zwanzig Mal ſchon mit der aͤußerſten Wuth auf den Platz Sturm gelaufen⸗ war er doch jedes Mal zuruͤckgeſchlagen und daruͤber ſo woͤthend geworden, daß es jetzt gefaͤhrlich war, ſich dem brittiſchen Loͤwen zu naͤheren. Seine Loͤwin, die ſchoͤne Berengaria, wagte es kaum, ihm vor die Augen zu treten. Er warf ſeinen Großbeamten die Feld⸗ ſtuͤhle ſeines Zeltes an den Kopf und traktirte ſeine Adjutanten mit Fußtritten, und eine Hofdame, die Sr. Majeſtat bei der Ruͤckkehr von einem Sturme von Seiten der Königin einen Becher mit Eierſekt brachte, kam, gerade, als Jvanhoe eintrat, wie ein Krei⸗ ſel aus dem koͤniglichen Zelte geſchoſſen.

»Schickt mir meinen öſterreichiſchen Regiments⸗ tambour her, damit er das Weib auspeitſcht!“ bruͤllte der wuͤthende König. „Bei den Gebeinen des St. Barnabas, ſie hat den Sekt anbrennen laſſen! Bei St. Wittekind, ich laſſe ſie lebendig ſchinden! Ha, bei St. Georg, ha bei St. Richard, wer iſt das?“ und er erhob ſeine Demiculverine oder Streitaxt, eine Waffe