maͤßigen Gefolge, wozu auch der Schelm Wamba ge⸗ hoͤrte, und einem dicken Shawl um den Hals, den die eigenen weißen Finger ſeiner Gemahlin geſtrickt hatten, ſeine Heimath, um zu dem Koͤnige, ſeinem Herrn, zu ſtoßen. Rowena ergoß ſich, auf den Stufen ſtehend, in eine Menge von hoͤchſt erbaulich anzuhoͤrenden Se⸗ genswuͤnſchen, als ihr Eheherr den von ſeinem Knap⸗ pen an die Thuͤr gefuͤhrten Streithengſt beſtieg.
Es ſei die Pflicht einer brittiſchen Dame von Stande, ſagte ſie, Alles, Alles fuͤr die Sache ihres Souverains zu dulden. Sie wuͤrde die Einſamkeit waͤhrend des Feldzuges nicht furchten, ſie wuͤrde ſich gegen die Witwenſchaft, Verlaſſenheit und ihre ſchutz⸗ loſe Lage aufrecht erhalten.
„Mein Vetter Athelſtane wird Dich beſchuͤtzen,“ ſagte Jvanhoe, dem die Thraͤnen uͤber den Bruſthar⸗ niſch herabliefen, mit tiefer Bewegung, und Rowena ließ dem ſtahlumhuͤllten Krieger noch einen keuſchen Kuß angedeihen und ſagte beſcheiden, ſie hoffe, daß Se. Hoheit die Guͤte haben werde.
Jetzt blies Jvanhoe's Trompeter, jetzt wehte Ro⸗ wena mit ihrem Taſchentuche, jetzt ſchrie die Diener⸗ ſchaft Hurrah! jetzt ſchwang der Fahnenträger des gu⸗ ten Ritters Sir Wilfried, des Kreuzfahrers, ſein Pa⸗ nier, (es war gruͤn, geel und jämmerlich mit drei ſchwarzen geſpießten Mohren) — jetzt gab Wamba ſeinem Maulthiere einen gewaltigen Hieb auf das Hinterquartier und Jvanhoe wendete mit einem dicken


