Teil eines Werkes 
1. Band (1851) Rebecka und Rowena
Entstehung
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Nachricht zu unvorbereitet mittheile, er wollte eine Reiſe nach York, um einer großen Jury beizuwohnen, oder einen Ausflug nach London in Prozeßſachen oder um Staatspapiere zu kaufen, vorgeben, dann ſo zu ſagen allmaͤhlig mit dem Packetboote nach Calais hin⸗ uberſchluͤpfen und ſo zu dem Koͤnige gelangt ſein, ehe ſeine Frau wiſſe, daß er außer Sehweite von Weſt⸗ minſter gelangt waͤre.

„Will nicht Euer Ehren ſagen, daß Du gehſte wie Euer Ehren „bo“ zu einer Gans ſagen wuͤrde, das heißt kurz und buͤndig? —“ ſagte Wamba der Narr, der Sir Wilfrieds Hauptrathgeber und Diener war. „Verlaß Dich darauf, daß Ihre königliche Hoheit die Nachricht als Chriſtin ertragen wird.“

„Halt's Maul, Schlingel! ſonſt kannſt Du den Steigriemen koſten!“ ſagte Sir Wilfried in einem trefflichen Tone von Tragödien⸗Entruͤſtung. „Du kennſt die Zartheit der Nerven hochgeborener Damen nicht. Wenn ſie nicht in Ohnmacht faͤllt, ſo will ich ein Hollaͤnder heißen.“

„Ich wollte meine Narrenkappe gegen einen ir⸗ laͤndiſchen Wechſel verwetten, daß ſie Euer Ehren be⸗ reitwillig genug fortlaſſen wird; das heißt, wenn Du nicht zu heftig auf der Sache beſtehſt!“ antwortete Wamba ſchlau. Und dies fand Wilfried auch zu ſei⸗ nem Kummer, denn als er eines Morgens beim Fruͤh⸗ ſtuͤck, waͤhrend er ſeinen Thee ſchluͤrfte, mit nachläſſi⸗ ger Miene ſagte: