Teil eines Werkes 
1. Band (1851) Rebecka und Rowena
Entstehung
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ſenden, die Nachrichten aus dem Lager des guten Koͤ⸗

nigs brachten, waren in Rotherwood willkommen und

Ihr koͤnnt Euch darauf verlaſſen, daß der Ritter aus Leibeskraͤften zuhoͤrte, wenn Pater Drone, der Kaplan in der St. James⸗Chronik (welche Zeitung Jvanhoe hielt) von „einem neuen herrlichen Siege“ — der „Niederlage der Franzoſen bei Blois“ — dem „glaͤn⸗ zenden Treffen bei Exte“ und der „muͤhſeligen Flucht des franzoͤſiſchen Koͤnigs,“ welche Waffenthaten die ge⸗ lehrten Schreiber zu erzaͤhlen hatten, vorlas.

Wie ſehr dergleichen Geſchichten den Ritter von Jvanhoe auch beim Vorleſen auftegen mochten, ſo wurde er dadurch nur noch truͤbſinniger und duͤſterer, wenn er in ſeiner großen Halle ſaß und ſchweigend ſeinen Gascogner Wein trank. Schweigend ſaß er da und blickte ſeine leer an der Wand haͤngenden Ruͤſtungen, ſein mit Spinneweben bedecktes Panier und ſeine dort verroſtenden Waffen, Schwert und Streitaxt an.

„Ach, theure Axt!s ſeufzte er (in ſein Trinkhorn) „ach, lieber Stahl, das war eine luſtige Zeit, wo ich Dich krachend in den Schaͤdel des Emirs Abdul Me⸗ lik ſauſen ließ, als er zur Rechten Saladins ritt. Ach, mein Schwert, Du trefflicher Scharfrichter, Du ſuͤßer Rippenſpalter! Du Raſirmeſſer fuͤr unglaͤubige Baͤrte, ſoll der Roſt Deine Schneide zerfreſſen und ich Dich nie wieder in der Schlacht ſchwingen? Was nuͤtzt ein Schild an der Mauer oder eine Lanze, an der das Faͤhnlein von Spinngeweben gebildet wird?