ſellen und der erroͤthenden Jungfrau widerfaͤhrt, und in dieſer Beziehung bewundere ich (und moͤchte nach⸗ ahmen koͤnnen) den trefflichen, fruchtbaren franzoͤſi⸗ ſchen Schriftſteller Alexander Dumas, Marquis Davy de la Pailleterie, der ſeine Helden von der fruͤhſten Jugend bis zum ehrwuͤrdigſten Greiſenalter begleitet und ihnen nicht eher Ruhe laͤßt, als bis ſie ſo alt ſind, daß es fuͤr die armen Teufel hohe Zeit iſt, ein⸗ mal zu etwas Ruhe und Frieden zu kommen. Ein Held iſt ein viel zu werthvoller Mann, um in ſeiner kraͤf⸗ tigſten Jugend ſchon auf die Abgedankten-Liſte geſeßt zu werden, und ich moͤchte wiſſen, welcher Dame es unter uns gefallen wuͤrde, in's alte Regiſter geſchoben und fuͤr nicht mehr intereſſant gehalten zu werden, weil ſie eine heranwachſende Familie hat und vier oder fuͤnf und dreißig Jahr alt iſt. Ich habe ſechzigjaͤhrige Damen mit eben ſo zartem Herzen und romantiſchen Ideen, wie das juͤngſte ſechzehnjaͤhrige Maͤdchen ge⸗ kannt. Wir wollen alſo auch Romane aus dem mitt⸗ lern Lebensalter ſo gut wie jene aͤußerſt jugendlichen Erzaͤhlungen haben. Wir wollen die jungen Leute darauf aufmerkſam machen, daß auch die Alten das Recht intereſſant zu ſein beſitzen und daß eine Dame immer noch ein Herz haben kann, wenn ſie auch etwas dicker iſt, als damals, wo ſie ein Schulmaͤdchen war, und ein Mann ſeine Gefuͤhle, wenn er auch ſein Haar vom Peruͤckenmacher bekommt.
So moͤchte ich, daß die Lebensgeſchichten vieler


