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wahrhaftige Darſtellung jener Zeiten und Helden — nicht ein nach Willkuͤr entworfenes Trugbild, wie dieſe Scottiſchen Romanzen — mein, eine urkundliche Geſchichte haben, welche geeignet iſt, die ehrlichen Leute der Jetztwelt zu unterrichten und mit Abſcheu zu er⸗
fuͤllen, und ſie dankbar dafuͤr zu machen, daß ſtatt des
Barons, der Kaufmann jetzt die Welt regiert. *) Immer⸗ hin aber mag es einem Menſchen von Gefuͤhl geſtattet
ſein, uͤber das duſtere Schauſpiel des Verfalls von zwei
ſo großen Erſcheinungen in der Welt ein wenig zu plau⸗ dern. Das Ritterthum iſt dahin gegangen — Amen; es ging mit Anſtand zu Grunde, ſein Antlitz dem Feinde zugewendet. Der alte Mahomedanismus liegt im Ver⸗ ſchmachten; die Frucht iſt reif und kann jeden Augen⸗ blick fallen. Aber es iſt unanſtaͤndig, einen ſo großen Herrſcher in einem ſolchen Zuſtande des Verfalls, den Sohn des Bajazet Ilderim inſolvent, die Nachkommen des Propheten durch Kalmucken, Englaͤnder und rauf⸗ luſtige Franzoſen bedraͤngt zu ſehen. Der „Brunnen der Pracht“ iſt verſiegt, und lieferte nur noch Zinn in die Muͤnzſtaͤtte. Man ſtelle ſich die armen, ſchoͤnen Huris im Paradieſe vor, mit welcher Betrubniß ſie ſehen muͤſſen, daß von Tage zu Tage immer weniger
*) Und wann wird der Kaufmann das vom Baron er⸗ haltene Scepter an den Menſchen abgeben? —
D. U.


