kriegeriſches Gemaͤlde Ruͤckſicht zu nehmen. Einige Stuͤcke von der gewaltigen Artillerie, mit welcher der Platz vertheidigt wurde, ſtehen noch auf den Baſtionen; und man hat die Zuͤndloͤcher der Geſchutze verwahrt, indem man ſie mit alten Bruſtharniſchen, welche die Vertheidiger der Feſtung vor dreihundert Jahren getra⸗ gen haben, bedeckte. Die Tuͤrken, welche die Ritter⸗ ſchaft zu Boden ſchlugen, ſcheinen nun ihrerſeits auf daſſelbe Schickſal zu warten. Wenn man durch Rho⸗ dus geht, ſo fuͤhlt man ſich durch die Kennzeichen eines doppelten Verfalls ganz eigenthuͤmlich beruͤhrt. So ſieht man in der Ritterſtraße ſehr anſehnliche Gebaͤude, uͤber denen die Wappen ſtolzer Ritter prangen, welche darin lebten und beteten, und Krieg fuͤhrten und die Tuͤrken mordeten; welche die galanteſten Seeraͤuber in den Binnenwaſſern waren; welche Keuſchheitsgelubde ablegten, und raubten und nothzuͤchtigten; welche ſich der Demuth weihten, aber nur Sproſſen von altem Adel in ihren Orden aufnahmen; welche ſterbend ihre Seele dem ſanften St. Johannes empfahlen, und in Betracht der vielen Heiden, die ſie erſchlagen, mit Zu⸗ verſicht der himmliſchen Seligkeit ſich verſahen. Als dieſe ſtolze Bruderſchaft einer Tapferkeit unterliegen mußte, die ebenſo groß war, als die ihrige, und einem eben ſo feſten Glauben, und einem Heere von Räu⸗ bern, die noch weit gewandter und kuͤhner waren, als der trefflichſte Ritter, der je ein Loblied zu Ehren der
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