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als ſie Malta nahmen. Sie vernichteten die Wappen, und was dazu gehoͤrig, mit ihrem gewoͤhnlichen, heiß⸗ bluͤtigen Eifer, und ein paar Jahre ſpater, nachdem ſie die Wappenroͤcke des Adels zerriſſen, zeigten ſich die Herren von Malta und Aegypten ſehr ſinnig in der Heraldik fuͤr ſich ſelbſt, und waren ganz erpicht darauf, Barone und Grafen des Reichs zu werden.
Das, was aus den Zeiten der Ritterſchaft von Rhodus uͤbrig geblieben, iſt wahrhaft prachtvoll. Ich wuͤßte von keinen Bauwerken zu ſagen, deren ſtattlicher und maieriſcher Anblick den Vorſtellungen, die man ſich von ihren tapfern Gruͤndern bildet, beſſer entſpräche. Die Thuͤrme und Thore tragen ein ſtarkes und kriege⸗
riſches, zugleich aber ein ſchoͤnes und feines Gepräge.
Man ſieht, es muͤſſen hochgebildete Maͤnner geweſen ſein, die ſie gebauet haben. Sehr haͤufig findet man die Gebaͤude ſo gut erhalten, als ob ſie noch im Ge⸗
brauche der edlen Johanniter-Ritter waͤren; und ſie ha⸗
ben den Vorzug vor neuern Fortificationen, daß ſie tauſendmal maleriſcher ſind. Die alte Kriegsfuͤhrung machte ſich auch mit der Ausſchmuͤckung zu ſchaffen, und baute Schloͤſſer mit ſchoͤner, durchbrochener Arbeit und gewoͤlbte Thore. Dagegen kann, wenn man nach Gibraltar und Malta urtheilt, nichts unromantiſcher
ſein, als die neuere militaͤriſche Architectur, welche ſtarr
das Gefecht ins Auge faßt, ohne im mindeſten guf ein


