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Am Morgen des ſiebenten Tages verſam⸗ melte ſich abermals das Gericht, und Herr⸗ mann erſchien mit dem Grafen Hugo, dem Ritter Ruprecht und dem Knappen Diet⸗ helm zu rechter fruͤher Zeit vor der beſetzten Gerichtsbank. — Die Zeugen ſchwuren, daß es die reine, lautere Wahrheit ſey, wie Herr⸗ mann geklagt habe. Alle traten auf die Seite, und Bodo erſchien vor dem Gericht.
Der Gaugraf trug ihm die Klage Herr⸗ manns vor, und machte ihn mit den Zeugen⸗ ausſagen bekannt. Er ermahnte ihn auf das beweglichſte, Gott die Ehre zu geben, und die reine Wahrheit frei und unumwunden zu ge⸗ ſtehen. Aber Bodo lächelte höhniſch.
„Wie mogt Ihr, Herr Gaugraft und Ihr, edle Schoͤffen dieſes kaiſerlichen, ofſenen Ge⸗ richts! — begann er jetzt ſeine Vertheidigung — die Klage eines Menſchen als wirkſam anneh⸗ men, der als Ebentheurer aus weiter Ferne in dieſen Gau gekommen, und von dem Niemand
weiß, ob er auch in der That zum Ritter ge⸗ zun 8
ſchlagen ſey. Alle ſeine Klagen find Lügen und erſonnene Mährchen. Was mein Bruder gethan hat, weiß ich nicht, da ich nur erſt wenige Wo⸗


